Siemens Energy hat sich gestern im Umfeld einer Gegenbewegung bei KI-Aktien an der Wall Street erholt. Laut Tagesschau war das Unternehmen zuvor ebenso wie andere deutsche KI-Profiteure vom weltweiten KI-Ausverkauf erfasst worden. Die Aktie legte am letzten Handelstag um 3,8% zu.
Der Marktbericht von dpa/dts zählte Siemens Energy bis kurz vor Handelsschluss zu den DAX-Spitzenwerten. Als Erklärung für die relative Stärke im schwachen Gesamtmarkt nannte er das Anlegerinteresse an Unternehmen, die unmittelbar oder mittelbar vom Ausbau der KI-Infrastruktur profitieren. Die Einordnung bezog sich damit auf das Branchenumfeld, nicht auf eine einzelne Unternehmensmeldung.
JPMorgan verweist auf niedrige Erwartungen
JPMorgan bestätigte gestern die Einstufung „Overweight“ für Siemens Energy und beließ das Kursziel bei 245 Euro. Analyst Phil Buller verwies auf eine Investorenumfrage, die niedrige Erwartungen vor dem anstehenden Quartalsbericht und dem Kapitalmarkttag zeige.
Das Votum des Analysehauses blieb damit unverändert. Der Schwerpunkt von Bullers Einschätzung lag auf der Erwartungshaltung der Anleger vor den anstehenden Unternehmensinformationen.
Zusammenarbeit in Japan und Bilanztermin
Abseits des Börsengeschehens vereinbarten Siemens Energy und das japanische Wirtschaftsministerium am 29. Oktober Medienberichten zufolge eine Zusammenarbeit bei schwimmender Offshore-Windenergie. Die Vereinbarung soll entsprechende Projekte sowie die einschlägige Industrieentwicklung in Japan fördern.
Als nächster bestätigter Unternehmenstermin steht am 11. November die Veröffentlichung der Ergebnisse für das vierte Quartal und das Geschäftsjahr 2026 an. Siemens Energy hat für diesen Tag auch die jährliche Pressekonferenz angekündigt.
Die Bilanzpressekonferenz beginnt nach Unternehmensangaben um 08:00 Uhr MEZ. Die Analystenkonferenz ist ab 11:00 Uhr MEZ angesetzt.
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