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Siemens Energy Aktie: Deutsche Bank sieht 200 Euro

Siemens Energy erwägt laut Bericht den Verkauf von Geschäftsteilen. Analysten sehen Kurspotenzial bis 200 Euro bei Fokus auf Netztechnik.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Möglicher Verkauf von Kompressoren und Dampfturbinen
  • Deutsche Bank sieht Kurspotenzial von 200 Euro
  • Fokus auf Netztechnik und Elektrifizierung geplant
  • Aktie notiert bei 168,88 Euro mit Jahresplus von 37%

Siemens Energy steht möglicherweise vor einem tiefgreifenden Umbau. Einem Medienbericht zufolge prüft der Konzern den Verkauf seines Geschäfts mit Kompressoren und Dampfturbinen. Die Deutsche Bank bewertet dieses Szenario äußerst positiv und traut der Aktie einen Sprung auf 200 Euro zu.

Weniger Gas, mehr Strom

Analyst Gael de-Bray sieht in einer möglichen Abspaltung große Chancen. Siemens Energy könnte sich so stärker auf die Elektrifizierung konzentrieren. Parallel dazu ließe sich das Geschäft mit Öl und Gas reduzieren. Das Ziel: eine höhere Gewinnmarge. Eine einfachere Konzernstruktur würde den Bewertungsabschlag gegenüber Konkurrenten wie GE Vernova verringern.

Der Markt reagiert auf hohem Niveau. Am Freitag schloss das Papier bei 168,88 Euro. Damit notiert der Kurs hauchdünn unter der 50-Tage-Linie. Seit Jahresbeginn verzeichnet die Aktie ein Plus von gut 37 Prozent.

Der mittelfristige Aufwärtstrend bleibt intakt. Die Aktie handelt rund 22 Prozent über dem 200-Tage-Durchschnitt. Analysten sehen Sorgen vor Überkapazitäten bei Gaskraftwerken gelassen. Sie rücken stattdessen das Servicegeschäft und den Netzausbau in den Mittelpunkt.

Netztechnik als Wachstumstreiber

Die operative Messlatte liegt hoch. Im Mai hob der Vorstand die Jahresprognose deutlich an. Das Unternehmen erwartet für das laufende Jahr ein zweistelliges Umsatzwachstum. Den Gewinn nach Steuern schätzt das Management auf rund 4 Milliarden Euro.

Besonders die Netztechnik treibt das Geschäft an. Siemens Energy plant in diesem Bereich ein Umsatzplus von bis zu 27 Prozent. Auch die Windkrafttochter Siemens Gamesa bleibt ein zentraler Prüfstein. Hier peilt der Konzern weiterhin den Break-even an.

Viel Zeit zum Durchatmen bleibt Investoren nicht. Am 29. Juni hält Siemens Energy einen Pre-Close-Call zum dritten Quartal ab. Ab dem 1. Juli gilt dann eine Ruhephase vor den offiziellen Zahlen. Diese präsentiert der Konzern am 5. August. Bis dahin bestimmen Spekulationen über den Konzernumbau die Richtung.

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Felix Baarz

Felix Baarz ist Wirtschaftsjournalist mit mehr als 15 Jahren Erfahrung in der Berichterstattung über internationale Finanzmärkte. Als gebürtiger Kölner begann er seine Laufbahn bei einer deutschen Fachpublikation, bevor er für sechs Jahre nach New York zog.

In New York berichtete er direkt aus dem Zentrum der globalen Finanzwelt über Entwicklungen an der Wall Street und wirtschaftspolitische Entscheidungen von internationaler Tragweite. Diese Zeit prägte seine analytische Herangehensweise an komplexe Wirtschaftsthemen.

Heute arbeitet Baarz als freier Journalist für führende deutschsprachige Wirtschafts- und Finanzmedien. Seine Schwerpunkte liegen auf der fundierten Analyse globaler Finanzmärkte und der verständlichen Aufbereitung wirtschaftspolitischer Zusammenhänge. Neben seiner schriftlichen Arbeit moderiert er Fachdiskussionen und nimmt an Expertenrunden teil.

Sein journalistischer Ansatz kombiniert tiefgreifende Recherche mit präziser Analyse, um Lesern Orientierung in einer sich wandelnden Wirtschaftswelt zu bieten.