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Siemens Energy Aktie: Berliner DAC-Anlage mit 150 Tonnen

Siemens Energy meldet robuste Nachfrage in Kernbereichen vor Quartalszahlen. Gasturbinen und Netze treiben das Wachstum, während die Aktie im DAX führt.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Management bestätigt hohe Nachfrage
  • Gasturbinen und Netze als Treiber
  • KI-Rechenzentren beflügeln Geschäft
  • CO2-Filteranlage in Berlin eingeweiht

Kurz vor den Quartalszahlen schickt Siemens Energy ein starkes Signal. Im sogenannten Pre-Close Call bestätigte das Management eine anhaltend hohe Nachfrage — und die Aktie übernahm prompt die DAX-Führung.

Gasturbinen und Stromnetze als Wachstumsmotor

Die zwei wichtigsten Geschäftsbereiche laufen rund. Gasturbinen und Stromnetze profitieren von der globalen Energiewende und dem wachsenden Kapazitätsbedarf. Ein wesentlicher Treiber: Rechenzentren. Der Ausbau von KI-Infrastrukturen verlangt massive Investitionen in Energieversorgung und Netzstabilität. Genau dort ist Siemens Energy mit Stromübertragungs- und Turbinentechnik gut aufgestellt.

Marktbeobachter werten die Pre-Close-Aussagen als Indiz, dass sich diese Dynamik in den Q3-Zahlen widerspiegeln wird. Besonders im Blick: die Margenentwicklung in der Sparte Grid Technologies und im Gasturbinen-Servicegeschäft.

Berliner DAC-Anlage als Zukunftsprojekt

Parallel zum Kerngeschäft setzt Siemens Energy auf Dekarbonisierungstechnologie. Am 2. Juli 2026 weihen das Unternehmen und sein Partner Ucaneo in Berlin die erste industrielle Direct-Air-Capture-Anlage Deutschlands ein. Die Anlage filtert jährlich 150 Tonnen CO2 aus der Atmosphäre. Siemens Energy liefert die Automatisierungstechnik auf Basis des Systems Simatic PCS neo.

Das langfristige Ziel ist ambitioniert: Bis 2035 sollen beide Partner die Technologie auf eine Kapazität von 0,5 Gigatonnen CO2 pro Jahr skalieren. Vorerst bleibt das ein Pilotprojekt — die echten Kurstreiber liegen weiterhin im konventionellen Energie- und Netzgeschäft.

Kurs nah am 50-Tage-Durchschnitt

Die Aktie schloss am Dienstag bei 166,82 Euro — knapp unter dem 50-Tage-Durchschnitt von 168,42 Euro. Seit Jahresbeginn steht ein Plus von rund 36 Prozent, auf Zwölfmonatssicht sogar fast 80 Prozent. Der RSI von 53,3 signalisiert eine neutrale technische Lage.

Ein Fokuspunkt bleibt die Windkrafttochter Gamesa. Analysten beobachten deren Entwicklung genau — auch wenn sie kurzfristig nicht zu den Kurstreibern zählt. Die Q3-Zahlen werden zeigen, ob Gasturbinen und Stromnetze die hohen Erwartungen tatsächlich erfüllen.

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Diskussion zu Siemens Energy

Eduard Altmann

Eduard Altmann ist Finanzexperte mit über 25 Jahren Erfahrung an den globalen Finanzmärkten. Als Analyst und Autor beim VNR Verlag für die Deutsche Wirtschaft spezialisiert er sich auf Aktienmärkte, Gold, Silber, Rohstoffe und den Euro.

Altmann ist überzeugter Verfechter des Value-Investing und identifiziert unterbewertete Unternehmen mit hohem Wachstumspotenzial. Sein Börsendienst "Megatrend-Depot" vermittelt praxisnahe Strategien erfolgreicher Value-Investoren. Mit seinem Motto "Manage dein Vermögen selbst" inspiriert er Anleger zur eigenverantwortlichen Vermögensverwaltung.

Seine Analysen basieren auf der fortschrittlichen Gann-Strategie, die präzise Vorhersagen für Rohstoffmärkte ermöglicht. Diese technische Analysemethode kombiniert historische Daten mit Zyklusanalysen und macht seine Marktprognosen besonders treffsicher.

Durch zahlreiche Publikationen und verständliche Erklärungen komplexer Finanzthemen unterstützt Altmann sowohl Einsteiger als auch erfahrene Investoren bei fundierten Anlageentscheidungen. Seine Arbeit verbindet theoretische Expertise mit praktischen Empfehlungen für den strategischen Vermögensaufbau.