Der Stromhunger der Künstlichen Intelligenz verschiebt die Gewichte bei Siemens Energy. Während der Markt lange auf die kriselnde Windkrafttochter starrte, katapultiert das Geschäft mit der Netzinfrastruktur den Konzern in neue Dimensionen. Trotz leicht verfehlter Umsatzschätzungen im zweiten Quartal treibt ein massiver Auftragsschub die Aktie auf ein frisches Allzeithoch.
Die vorläufigen Zahlen vom 23. April zeichnen ein klares Bild. Beim Auftragseingang verbuchte der DAX-Konzern einen Sprung um knapp 30 Prozent auf 17,75 Milliarden Euro. Damit ließ das Unternehmen die Analystenprognosen weit hinter sich. Umsatz und Nettogewinn blieben indes etwas unter den Erwartungen.
Treiber dieser positiven Dynamik ist vor allem die Sparte Grid Technologies. Der Ausbau von KI-Rechenzentren sorgt hier für eine massive Nachfrage. Bereits im ersten Quartal entfiel ein erheblicher Teil der Bestellungen auf diesen Sektor. Das Management reagiert nun und schraubt die Erwartungen für das Gesamtjahr deutlich nach oben.
Prognoseanhebung auf breiter Front
Für das laufende Geschäftsjahr rechnet der Vorstand nun mit einem prozentual zweistelligen Umsatzwachstum. Die operative Gesamt-Marge soll auf bis zu 12 Prozent steigen. Besonders das Netzgeschäft glänzt mit einer angepeilten Rendite von rund 19 Prozent.
Auch die Windkrafttochter Siemens Gamesa signalisiert eine leichte Stabilisierung beim Umsatz und peilt unverändert den Break-even an. Ein angekündigtes, milliardenschweres Aktienrückkaufprogramm flankiert die operative Erholung.
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Aktie überholt Allianz
An der Börse honorieren Investoren den Wandel. Das Papier schloss am Freitag bei exakt 188 Euro und markierte damit ein neues Rekordhoch. Auf Jahressicht verbucht der Titel ein Kursplus von über 182 Prozent.
Der Wertzuwachs verschiebt die Gewichte im Leitindex. Mit einer Marktkapitalisierung von rund 158 Milliarden Euro stieg Siemens Energy zuletzt zum drittwertvollsten börsennotierten Unternehmen Deutschlands auf. Analysten wie Ajay Patel von Goldman Sachs loben den starken Cashflow und belassen das Kursziel bei 185 Euro. RBC sieht das Potenzial erst bei 200 Euro erschöpft.
Der vollständige Quartalsbericht folgt im Mai. Dann wird der Vorstand die finalen Zahlen präsentieren und detaillierte Einblicke in die Margenentwicklung der Boom-Sparte Grid Technologies geben.
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