Volle Auftragsbücher, begrenzte Kapazitäten. Bei Siemens Energy setzt derzeit nicht der Markt das Limit, sondern die eigene Fertigung. Namhafte Analysten schrauben ihre Kursziele massiv in die Höhe.
Aufträge treiben Expansion
Der Konzern sitzt auf einem Auftragsbestand von rund 154 Milliarden Euro. Die eigenen Werkhallen bilden das Nadelöhr. Die Folge: Siemens Energy diktiert zunehmend die Preise.
Um die starke Nachfrage zu bedienen, baut das Unternehmen massiv aus. In der zweiten Jahreshälfte steigt die Kapazität für mittelgroße Gasturbinen auf 80 Einheiten pro Jahr. Zuvor lag die Grenze bei 50 Anlagen. Im kommenden Jahr plant der Vorstand auch bei großen Modellen einen Sprung auf rund 50 Stück.
Analysten sehen massives Kurspotenzial
Die Bank of America reagiert deutlich auf diese Marktlage. Sie hebt das Kursziel für die Papiere auf 260 Euro an. Das entspricht einem rechnerischen Aufwärtspotenzial von rund 60 Prozent. Auch JPMorgan bestätigt ein hohes Ziel von 225 Euro.
Parallel dazu stützt das Management den Kurs aktiv. Im vergangenen Monat kaufte Siemens Energy rund zwei Millionen eigene Aktien. Dafür flossen 322 Millionen Euro.
Die Käufe sind Teil eines größeren Plans. Bis Herbst 2026 will der Konzern eigene Anteile für eine Milliarde Euro erwerben. Das werten Beobachter als starkes Signal an den Kapitalmarkt.
Technischer Trend intakt
Am Aktienmarkt zeigt sich ein solider Aufwärtstrend. Die Papiere notierten zuletzt bei 161,90 Euro. Seit Jahresbeginn steht damit ein sattes Kursplus von knapp 32 Prozent auf der Anzeigetafel.
Der Abstand zur 200-Tage-Linie fällt komfortabel aus und bestätigt die Richtung. Der Relative-Stärke-Index signalisiert momentan ein komplett neutrales Terrain. Anleger richten den Blick nun auf den 5. August.
Dann legt das Unternehmen neue Quartalszahlen vor. Die Citigroup erwartet für das abgelaufene Vierteljahr einen starken Auftragseingang von 17,7 Milliarden Euro.
