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Symbolbild, KI-generiert

Siemens Energy Aktie: Analysten extrem gespalten

Die Siemens AG reduziert ihre Beteiligung drastisch, während Analysten den fairen Wert der Aktie extrem unterschiedlich bewerten. Die Windkrafttochter Gamesa bleibt der zentrale Unsicherheitsfaktor.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Siemens AG reduziert Anteil auf nur noch 5,54 Prozent
  • Analysten-Kursziele reichen von 90 bis 200 Euro
  • Rekord-Auftragsbestand von 146 Milliarden Euro
  • Windkraftsparte Gamesa vor entscheidendem Quartal

Während der ehemalige Mutterkonzern Siemens AG seine Beteiligung drastisch auf nur noch 5,54 Prozent zusammenstreicht, herrscht unter Marktbeobachtern maximale Uneinigkeit über den fairen Wert des Energietechnikers. Zwischen dem bullischsten und dem pessimistischsten Kursziel klafft eine gewaltige Lücke. Diese Diskrepanz zeigt deutlich, wie unsicher der Markt die weitere Entwicklung der problembehafteten Windkrafttochter Gamesa einschätzt.

Am vergangenen Donnerstag ging die Aktie bei 148,95 Euro ins lange Osterwochenende. Zuvor hatten zwei Pflichtmitteilungen für Bewegung gesorgt. Zum einen passte BlackRock seine Stimmrechte leicht auf 7,77 Prozent an. Deutlich schwerer wiegt jedoch der formelle Rückzug der Siemens AG. Der ehemalige Mutterkonzern hat seinen Anteil laut einer Meldung vom 2. April von zuvor 14,96 Prozent massiv reduziert. Die endgültige Abnabelung schreitet damit zügig voran.

Extreme Kursziel-Spanne

Hinter den Kulissen tobt ein grundlegender Bewertungskonflikt. Das operative Geschäft lieferte zuletzt starke Argumente für steigende Kurse: Ein verdoppelter Gewinn vor Sonderposten und ein Rekord-Auftragsbestand von 146 Milliarden Euro untermauern das intakte Kerngeschäft. Allein die Sparte Gas Services buchte 102 Gasturbinen in nur einem Quartal. Dennoch driften die Einschätzungen der Experten extrem auseinander:

  • JPMorgan: 200 Euro (erwartet ein starkes Quartal)
  • RBC Capital: 185 Euro (entspräche einem neuen Allzeithoch)
  • DZ Bank: 128 Euro (Einstufung auf „Halten“)
  • Barclays: 90 Euro (pessimistischste Einschätzung)

Schutzschild gegen US-Zölle

Zusätzliche Stabilität versucht das Management über den Kapitalmarkt zu schaffen. Seit Anfang März läuft ein umfangreiches Aktienrückkaufprogramm, bei dem allein in einer Woche 1,55 Millionen Papiere erworben wurden. Auch die Sorge vor US-Handelszöllen unter Präsident Donald Trump dämpft Finanzchefin Maria Ferraro. Dank 28 eigener Werke in den Vereinigten Staaten und Verträgen, die eine direkte Weitergabe von Kosten erlauben, rechnet der Konzern für 2026 lediglich mit einer Belastung im niedrigen dreistelligen Millionenbereich.

Der wahre Richtungsentscheid fällt am 12. Mai. Dann präsentiert das Management die Zahlen für das zweite Quartal. Im Zentrum der Aufmerksamkeit steht dabei die Windkraft-Tochter Siemens Gamesa. Das erklärte Ziel für das laufende Gesamtjahr lautet, den Break-even zu erreichen. Gelingt der Sparte im zweiten Halbjahr der erhoffte Umschwung aus der Verlustzone, dürften die pessimistischen Analysten ihre Modelle zügig überarbeiten müssen.

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