Ein Kursrutsch von über sechs Prozent zum Wochenende sitzt tief. Am Montag steht Siemens Energy vor einem wichtigen Termin. Das Management stellt sich im Pre-Close-Call den Investoren. Nach den jüngsten Verlusten erwarten die Märkte klare Antworten zur Margenentwicklung.
Der Rückschlag an der Börse
Am Freitag verlor das Papier 6,32 Prozent. Die Aktie ging bei 154,28 Euro aus dem Handel. Damit summieren sich die Verluste auf Wochensicht auf fast neun Prozent.
Ein schwacher Technologiesektor zog den Titel mit nach unten. Die Folge: Der Kurs notiert rund 21 Prozent unter dem Jahreshoch vom April. Dennoch steht seit Jahresbeginn weiterhin ein Plus von gut 25 Prozent auf der Anzeigetafel.
Fokus auf Gamesa und Prognosen
Der anstehende Analysten-Call dient als Richtungsweiser für die kommenden Quartalszahlen. Diese veröffentlicht der Konzern am 5. August. Investoren blicken dabei besonders auf die kriselnde Windkrafttochter Siemens Gamesa. Sie bleibt der größte Unsicherheitsfaktor im Konzern.
Rückenwind gibt es von anderer Seite. Anfang Juni hob die Ratingagentur Moody’s den Ausblick auf „positiv“ an. Das Management hatte zuvor bereits die Jahresprognose nach oben geschraubt. Das weckt hohe Erwartungen für das anstehende Update.
Großaufträge treffen auf schwache Konjunktur
Operativ sammelt der Anlagenbauer weiter lukrative Aufträge ein. Kürzlich sicherte sich Siemens Energy zusammen mit Neptun Smulders ein großes Offshore-Projekt. Der Netzbetreiber 50Hertz bestellte ein neues Konvertersystem. Solche Deals stärken die Position bei der Energiewende.
Demgegenüber steht die schwache deutsche Wirtschaft. Das Bruttoinlandsprodukt stagniert im laufenden Quartal. Parallel dazu sinken die Industrieaufträge im Land. Die volatilen Energiepreise belasten das Umfeld zusätzlich.
Charttechnisch rückt nun die 200-Tage-Linie in den Fokus. Diese verläuft bei 139,95 Euro und dient als massives Auffangbecken. Bestätigt das Management am Montag die angehobenen Ziele, dürfte das den jüngsten Verkaufsdruck spürbar lindern.
