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Siemens Energy Aktie: 5-Prozent-Rückgang trotz 17,7 Mrd. Aufträge

Siemens Energy verzeichnet Rekordaufträge und erhöht Aktienrückkauf, doch die Aktie fällt zum Wochenende. Der Fokus liegt auf dem starken Cashflow und der Nachfrage durch KI-Rechenzentren.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Rekordaufträge von 17,7 Milliarden Euro
  • Aktienrückkauf um eine Milliarde aufgestockt
  • Cashflow steigt um 42 Prozent
  • Windkraftsparte reduziert operativen Verlust

Rekordaufträge, ein aufgestocktes Rückkaufprogramm — und trotzdem Kursrückgang zum Wochenende. Bei Siemens Energy klaffen operative Stärke und Kursentwicklung gerade auffällig auseinander.

Gewinnmitnahmen treffen auf schwachen Markt

Die Aktie verlor am Freitag knapp fünf Prozent auf 169,18 Euro. Marktbeobachter sehen dahinter zwei Faktoren: Gewinnmitnahmen nach einer langen Rally sowie einen schwachen Gesamtmarkt, der durch geopolitische Spannungen belastet wurde. Auf Jahressicht steht dennoch ein Plus von rund 38 Prozent — über zwölf Monate hat sich der Kurs mehr als verdoppelt. Das 52-Wochen-Hoch von 188,00 Euro, markiert am 24. April, liegt nun rund zehn Prozent entfernt.

Cashflow treibt das Rückkaufprogramm

Der eigentliche Nachrichtenkern der Woche war eine Ankündigung vom 12. Mai: Wegen unerwartet hohen operativen Mittelzuflusses stockt Siemens Energy das laufende Rückkaufprogramm um eine Milliarde Euro auf. Den für 2025/26 angekündigten Rückkauf von zwei Milliarden Euro hat der Konzern bis auf 200 Millionen bereits ausgeschöpft. Das Gesamtvolumen des bis 2028 geplanten Programms von sechs Milliarden Euro bleibt unverändert.

Grundlage dafür ist ein starkes zweites Quartal. Der Cashflow vor Steuern stieg um 42 Prozent auf 1,98 Milliarden Euro — getrieben auch durch Anzahlungen auf Aufträge. Inklusive der im März ausgezahlten Dividende fließen den Anteilseignern insgesamt 3,6 Milliarden Euro zu.

KI-Rechenzentren als Dauertreiber

Die Nachfrageseite zeigt keine Schwäche. Im zweiten Quartal verbuchte Siemens Energy Aufträge von 17,7 Milliarden Euro — ein Plus von fast 30 Prozent auf vergleichbarer Basis. Der Umsatz stieg um 8,9 Prozent auf 10,3 Milliarden Euro, angetrieben vor allem durch Gasturbinen und Netzprodukte für den wachsenden Strombedarf von KI-Rechenzentren in den USA.

Finanzchefin Maria Ferraro erklärte, wesentliche Teile des Geschäfts seien bereits bis 2030 und darüber hinaus ausgebucht. Der Elektrifizierungstrend erweise sich als strukturell.

Indes schrumpfte der operative Verlust der Windkraftsparte Siemens Gamesa auf 44 Millionen Euro, nach 249 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. Für das laufende Jahr wird ein Break-even angestrebt, die entscheidende Phase liegt im zweiten Halbjahr.

Nächster Prüfpunkt im August

Charttechnisch hat die Aktie ihre 20-Tage-Linie unterschritten. Der 50-Tage-Durchschnitt bei 163,25 Euro liegt rund vier Prozent unter dem aktuellen Kurs und könnte kurzfristig als Unterstützung dienen.

Der nächste operative Datenpunkt folgt voraussichtlich am 5. August 2026, wenn Siemens Energy die Zahlen für das dritte Geschäftsquartal vorlegt. Dann wird sich zeigen, wie schnell der Konzern seinen rekordhohen Auftragsbestand in Umsatz und Marge ummünzt — die eigentliche Frage hinter dem aktuellen Bewertungsniveau.

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