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Symbolbild, KI-generiert

Siemens Energy Aktie: 300-Mio.-Werk in Mississippi

Siemens Energy startet Fabrikbau in den USA, benennt Windtochter um und treibt Aktienrückkauf voran. S&P hebt Rating an.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • 300 Mio. Dollar Investition in Mississippi
  • Windkraftsparte wird zu Omterra
  • Wegfall der Lizenzgebühren ab 2026
  • Rating auf BBB+ angehoben

Siemens Energy fährt aktuell auf mehreren Gleisen gleichzeitig. Neues Werk in den USA, neue Marke für die Windkraftsparte, laufender Aktienrückkauf – und ein besseres Kreditrating obendrauf. Die Aktie honorierte das am Montag mit einem Kurssprung von 2,88 Prozent auf 152,00 Euro.

Neues Werk in Mississippi

Am vergangenen Freitag hat Siemens Energy in Pearl, Mississippi, den Spatenstich für eine neue Fabrik vollzogen. Dort sollen künftig Hochspannungsschaltanlagen entstehen. Das Unternehmen investiert 300 Millionen US-Dollar in den Standort.

Der Bau ist Teil eines größeren Plans. Bis 2028 will der Konzern rund eine Milliarde US-Dollar in seine US-Fertigung stecken. Vorstandschef Christian Bruch bezeichnet den amerikanischen Strommarkt als einen der dynamischsten weltweit – getrieben vom Boom der Rechenzentren und vom Umbau der Energieversorgung.

Neue Marke, weniger Kosten

Parallel zum Werksbau bereitet Siemens Energy einen Markenwechsel vor. Die Windkrafttochter Siemens Gamesa soll künftig unter dem Namen „Omterra“ firmieren. Der Grund: Die Lizenzvereinbarung mit der Siemens AG läuft aus.

Das hat einen handfesten finanziellen Effekt. Ab dem Geschäftsjahr 2026 entfallen die Lizenzgebühren an die Siemens AG. Analysten erwarten dadurch spürbare Einsparungen, die direkt die operative Marge stützen dürften.

Aktienrückkauf läuft weiter

Siemens Energy kauft zudem eigene Aktien zurück. Zwischen dem 13. und 19. Juli erwarb der Konzern weitere 715.450 eigene Aktien. Die zweite Tranche des Programms, gestartet im Juni, summiert sich damit auf über 3,9 Millionen Aktien.

Die Ratingagentur S&P Global honorierte die Entwicklung Anfang Juli mit einer Anhebung. Das langfristige Emittentenrating stieg von „BBB“ auf „BBB+“. Als Begründung nannte S&P die strukturell gestärkte Profitabilität und eine verbesserte Cashflow-Generierung, vor allem in den Bereichen Netztechnik und Gasservice.

Trotz der jüngsten Erholung bleibt die Aktie 22,27 Prozent unter ihrem 52-Wochen-Hoch von 195,54 Euro aus dem April entfernt. Der RSI von 45,3 zeigt: charttechnisch ist noch Luft nach oben, ohne dass eine Überkaufsituation droht.

Am 5. August legt Siemens Energy die Zahlen für das dritte Quartal vor. Dann zeigt sich, ob die operativen Fortschritte – Werksausbau, Markenwechsel, Rückkauf – bereits in der Bilanz ankommen.

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