Startseite » News zu Unternehmen » Analystenstimmen » Siemens Energy Aktie: 23 Prozent unter Aprilhoch

Siemens Energy Aktie: 23 Prozent unter Aprilhoch

Trotz Rekordaufträgen und angehobener Prognose notiert die Siemens Energy Aktie 23% unter ihrem April-Hoch. Investorengespräche in Skandinavien sollen Vertrauen schaffen.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Rekordwert beim Auftragseingang von 17,7 Mrd. Euro
  • Prognose für Grid Technologies deutlich angehoben
  • Aktie 23% unter dem 52-Wochen-Hoch
  • Roadshow-Termine in Kopenhagen und Stockholm

Rekordaufträge, angehobene Prognose — und trotzdem ein Kurs, der seit dem Aprilhoch um fast ein Viertel nachgegeben hat. Siemens Energy führt heute und morgen Investorengespräche in Kopenhagen und Stockholm. Das Timing ist bemerkenswert.

Starke Zahlen, schwächerer Kurs

Der Kontrast ist das eigentliche Thema dieser Roadshow-Woche. Im zweiten Quartal des Geschäftsjahres 2026 meldete Siemens Energy einen Auftragseingang von 17,7 Mrd. € — ein neues Allzeithoch. Der Auftragsbestand kletterte auf 154 Mrd. €, das Book-to-Bill-Verhältnis lag bei 1,72.

Auch die Ergebnisse überzeugten. Der Umsatz stieg auf vergleichbarer Basis um 8,9 % auf 10,3 Mrd. €. Das Ergebnis vor Sondereffekten wuchs von 906 Mio. € auf 1.164 Mio. €. Der Gewinn nach Steuern erreichte 835 Mio. €.

Der Kurs erzählt eine andere Geschichte. Bei 149,68 € liegt die Aktie rund 23 % unter dem 52-Wochen-Hoch vom 24. April. Über 30 Tage beträgt das Minus 16 %. Der RSI von 33,1 signalisiert eine stark abgekühlte Kursdynamik.

Grid Technologies trägt die Prognose

Für die Gespräche mit institutionellen Investoren dürfte das Segment Grid Technologies zentral sein. Siemens Energy hob die Wachstumsprognose für diesen Bereich zuletzt deutlich an: Statt 19 % bis 21 % erwartet der Konzern nun 25 % bis 27 % vergleichbares Umsatzwachstum. Die erwartete Ergebnismarge vor Sondereffekten steigt auf 18 % bis 20 %.

Gas Services bleibt ein stabiler Baustein. Hier plant das Unternehmen 16 % bis 18 % Umsatzwachstum bei einer Marge von 14 % bis 16 %. Siemens Gamesa soll den Break-even bei der Ergebnismarge erreichen — bei 3 % bis 5 % Umsatzwachstum.

Für das Gesamtjahr 2026 erwartet Siemens Energy 14 % bis 16 % vergleichbares Umsatzwachstum und eine Ergebnismarge von 10 % bis 12 %. Den Gewinn nach Steuern peilt das Unternehmen bei rund 4 Mrd. € an, den Free Cashflow vor Steuern bei rund 8 Mrd. €.

Mehrere Termine bis zu den Q3-Zahlen

Kein Wunder, dass Investoren genau hinhören wollen. Die Frage ist nicht, ob die Fundamentaldaten stimmen — sie tun es. Die Frage ist, ob sie den Bewertungsrückgang nach der starken Rallye rechtfertigen.

Nach der Skandinavien-Roadshow folgen am 17. Juni die J.P. Morgan European Industrials Conference und am 18. Juni das ODDO BHF London Forum. Am 29. Juni gibt es einen Pre-Close-Call zum dritten Quartal. Die Q3-Zahlen selbst veröffentlicht Siemens Energy am 5. August 2026 — dann hat der Markt Gelegenheit, die operative Stärke erneut am Kurs zu messen.

Anzeige

Siemens Energy-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Siemens Energy-Analyse vom 10. Juni liefert die Antwort:

Die neusten Siemens Energy-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Siemens Energy-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 10. Juni erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Siemens Energy: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

Diskussion zu Siemens Energy

Andreas Sommer

Mit über 40 Jahren Erfahrung im Bankwesen und Börsenjournalismus gehöre ich zu den etablierten Analysten im deutschsprachigen Raum. Nach mehr als zehn Jahren als Wertpapierberater bei der Deutschen Bank spezialisierte ich mich seit dem Börsencrash 1987 auf technische Analyse und charttechnische Methoden.

Als ehemaliger Chefredakteur mehrerer Börsenpublikationen entwickelte ich den "Aktienführer Neuer Markt" mit und führe heute einen Börsendienst, der sich auf wachstumsstarke Unternehmen fokussiert. Mein wöchentliches Markt-Barometer analysiert systematisch DAX, Dow Jones, Ölpreis, Währungen und Marktstimmung, um präzise Orientierung zu bieten.

Die Ergebnisse sprechen für sich: Leser meines Börsendienstes erzielten über zwei Jahrzehnte einen durchschnittlichen Depotzuwachs von +576%. Meine rechtzeitigen Warnungen vor dem Crash 2008 halfen vielen Anlegern, Verluste zu minimieren.

Heute teile ich meine Expertise durch den Newsletter "Chartanalyse-Trends", den Börsendienst "Momentum Trader", Vorträge auf Messen wie der Invest Stuttgart sowie YouTube-Videos. Mein "Timing is Money"-Ansatz identifiziert optimale Ein- und Ausstiegszeitpunkte für Aktien, Gold, Kryptowährungen und weitere Anlageklassen.