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Siemens Energy Aktie: 20 Jahre Service für Oman

Siemens Energy erhält Großauftrag für Kraftwerke im Oman, während der Markt über eine mögliche Abspaltung der Milliarden-Sparte spekuliert.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Neuer Großauftrag aus dem Oman
  • Diskussion über Spartenverkauf
  • Aktie fällt trotz positiver Nachrichten
  • Quartalszahlen für August erwartet

Starke Aufträge aus der Wüste, schwächelnde Kurse in Frankfurt. Bei Siemens Energy klaffen operative Erfolge und die Marktreaktion am Mittwoch auseinander. Ein neuer Großauftrag trifft auf hartnäckige Spekulationen über einen radikalen Konzernumbau.

2,6 Gigawatt für den Nahen Osten

Der Konzern liefert umfangreiche Kraftwerkstechnik für das Sultanat Oman. Der Vertrag umfasst mehrere Gasturbinen der F-Klasse sowie zugehörige Generatoren. Diese Anlagen fließen in zwei neue Gas- und Dampfturbinenkraftwerke. Die Standorte steigern die Stromerzeugung des Landes erheblich. Das Projekt liefert eine geplante Gesamtkapazität von 2,6 Gigawatt. Ein langfristiger Servicevertrag bindet Siemens Energy für 20 Jahre an die Anlagen.

Milliarden-Sparte vor der Abspaltung

Parallel zum Tagesgeschäft diskutiert der Markt die strategische Zukunft des Unternehmens. Laut Medienberichten prüft das Management um Christian Bruch die Sparte „Transformation of Industry“. Diese Abteilung baut unter anderem Kompressoren und Wasserstoff-Elektrolyseure. Im Raum steht eine Teilabspaltung oder ein Börsengang von rund 60 Prozent des Bereichs. Analysten schätzen den Wert dieser Sparte auf 9,5 bis 12,4 Milliarden Euro. Ein solcher Schritt könnte den Konglomeratsabschlag senken. Eine offizielle Bestätigung fehlt bislang.

Kursentwicklung und Berichtssperre

Die Börse reagiert verhalten auf die Neuigkeiten. Die Aktie fällt am Mittwochmittag um 2,21 Prozent auf 163,18 Euro. Die langfristige Bilanz bleibt dennoch stark. Seit Jahresbeginn steht ein Plus von 32,88 Prozent auf der Anzeigetafel. Der übergeordnete Aufwärtstrend bleibt intakt.

Heute beginnt für Siemens Energy die sogenannte Berichtssperre. Das Management darf vor den Quartalszahlen keine finanziellen Details mehr kommunizieren. Die Vorlage der Bilanz für das dritte Quartal folgt am 5. August. Marktbeobachter achten dann besonders auf den Auftragseingang der Netztechnik-Sparte. Auch der Sanierungsfortschritt bei der Windtochter Gamesa rückt wieder in den Vordergrund.

Diskussion zu Siemens Energy

Andreas Sommer

Mit über 40 Jahren Erfahrung im Bankwesen und Börsenjournalismus gehöre ich zu den etablierten Analysten im deutschsprachigen Raum. Nach mehr als zehn Jahren als Wertpapierberater bei der Deutschen Bank spezialisierte ich mich seit dem Börsencrash 1987 auf technische Analyse und charttechnische Methoden.

Als ehemaliger Chefredakteur mehrerer Börsenpublikationen entwickelte ich den "Aktienführer Neuer Markt" mit und führe heute einen Börsendienst, der sich auf wachstumsstarke Unternehmen fokussiert. Mein wöchentliches Markt-Barometer analysiert systematisch DAX, Dow Jones, Ölpreis, Währungen und Marktstimmung, um präzise Orientierung zu bieten.

Die Ergebnisse sprechen für sich: Leser meines Börsendienstes erzielten über zwei Jahrzehnte einen durchschnittlichen Depotzuwachs von +576%. Meine rechtzeitigen Warnungen vor dem Crash 2008 halfen vielen Anlegern, Verluste zu minimieren.

Heute teile ich meine Expertise durch den Newsletter "Chartanalyse-Trends", den Börsendienst "Momentum Trader", Vorträge auf Messen wie der Invest Stuttgart sowie YouTube-Videos. Mein "Timing is Money"-Ansatz identifiziert optimale Ein- und Ausstiegszeitpunkte für Aktien, Gold, Kryptowährungen und weitere Anlageklassen.