Starke Zahlen, schwacher Monat – bei Siemens Energy klafften operative Realität und Börsenstimmung zuletzt auseinander. Nun reagiert der Markt. Die Aktie startete mit einem kräftigen Kurssprung in die neue Woche.
Am Montag kletterte das Papier im frühen Handel auf gut 160 Euro. Damit beendet der DAX-Titel eine wochenlange Durststrecke. Zuvor hatte die Aktie auf Monatssicht spürbar nachgegeben. Seit Jahresbeginn summiert sich das Plus allerdings auf beachtliche 32 Prozent.
Operatives Rekordniveau
Der jüngste Kursanstieg fußt auf einem starken Fundament. Mitte Mai meldete der Konzern für das zweite Quartal einen Rekord-Auftragseingang von 17,7 Milliarden Euro. Der gesamte Auftragsbestand wuchs auf 154 Milliarden Euro an.
Auch beim Gewinn liefert das Management ab. Nach Steuern blieben 835 Millionen Euro in der Kasse. Der Umsatz stieg parallel dazu auf über zehn Milliarden Euro.
Stromnetze als Wachstumstreiber
Wegen der guten Geschäfte hob der Vorstand seine Jahresziele deutlich an. Für 2026 erwartet Siemens Energy nun rund vier Milliarden Euro Nettogewinn. Die operative Marge soll auf bis zu zwölf Prozent steigen.
Haupttreiber dieser Entwicklung ist die Sparte Grid Technologies. Der Grund: Das Geschäft mit Stromnetzen brummt. Hier rechnet der Konzern nun mit einem Umsatzwachstum von bis zu 27 Prozent. Die Marge soll in diesem Segment sogar 18 Prozent erreichen.
Dichter Terminkalender
In den kommenden Wochen stehen für Analysten und Investoren wichtige Termine an:
- 17. Juni: J.P. Morgan Industrials Conference
- 18. Juni: ODDO BHF London Forum
- 29. Juni: Pre-Close-Call zum dritten Quartal
Die endgültigen Quartalszahlen legt Siemens Energy anschließend am 5. August vor. Dann muss das Unternehmen beweisen, dass der Turnaround bei der Windkraft-Tochter Gamesa weiter nach Plan verläuft. Halten die starken Auftragseingänge an, stützt das die ambitionierte Jahresprognose.
Stand heute, 19. Oktober: Siemens Energy – Kaufen, halten oder verkaufen?
Wer in Siemens Energy investiert ist oder einen Einstieg prüft, sollte die Lage jetzt neu bewerten. Die Gratis-Analyse vom 19. Oktober gibt die klare Antwort – und zeigt, warum Abwarten gerade jetzt riskanter sein kann, als es wirkt.
