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Siemens Energy Aktie: 17,7 Milliarden Q2-Aufträge

KI-Boom und Netzausbau bescheren Siemens Energy Rekordaufträge. Ein Aktienrückkaufprogramm soll den Kurs zusätzlich stützen.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • KI-Rechenzentren treiben Gasturbinen-Nachfrage
  • Rekord-Auftragsbestand von 154 Milliarden Euro
  • Milliardenschwere Investitionen in Netztechnik
  • Aktienrückkauf von bis zu sechs Milliarden Euro

Starke Nachfrage, schwache Kurse. Bei Siemens Energy klafften operative Realität und Börsenstimmung zuletzt weit auseinander. Nach einem Kursrutsch von knapp 15 Prozent im vergangenen Monat rücken nun die harten Fakten wieder in den Vordergrund.

KI-Boom treibt das Geschäft

CEO Christian Bruch sieht eine veränderte Marktdynamik. Er spricht von einem „Super-Zyklus“ bei Gasturbinen. Einst als Brückentechnologie abgestempelt, feiern hocheffiziente Gaskraftwerke eine Renaissance. Sie stützen instabile Stromnetze.

Ein massiver Treiber sind neue KI-Rechenzentren. Ihr Energiehunger übersteigt das aktuelle Angebot bei Weitem. Bereits ein Viertel aller neuen Aufträge für Gas-Services stammt aus diesem Sektor. Kunden berichten von mehrjährigen Lieferzeiten.

Auftragsbücher prall gefüllt

Diese Nachfrage schlägt voll auf die Bilanz durch. Der Auftragsbestand kletterte auf den Rekordwert von 154 Milliarden Euro. Allein im zweiten Quartal sammelte der Konzern neue Aufträge für 17,7 Milliarden Euro ein. Das übertraf die Markterwartungen deutlich.

Parallel dazu profitiert die Sparte Grid Technologies vom globalen Netzausbau. Um die Kapazitäten für Transformatoren zu erweitern, investiert das Management kräftig. Bis 2028 fließen rund 2,3 Milliarden Euro in neue Fabriken.

Milliarden-Rückkauf stützt den Kurs

Um den Aktienkurs abzusichern, kauft Siemens Energy eigene Papiere. Bis zum Geschäftsjahr 2027/28 will das Unternehmen Aktien für bis zu sechs Milliarden Euro erwerben. Die zweite Tranche läuft seit wenigen Tagen.

Das Management sendet damit ein klares Vertrauenssignal. Aktuell notiert die Aktie bei 151,70 Euro. Damit hat sie sich deutlich über dem 200-Tage-Durchschnitt von 136,64 Euro stabilisiert.

Analysten bewerten die Lage überwiegend positiv. Die Sorgen um die Windkrafttochter Gamesa treten in den Hintergrund. Hohe Margen in der Netztechnik gleichen die Schwächen aus. JPMorgan belässt das Kursziel bei 225 Euro. Deutsche Bank und Berenberg rufen 200 Euro auf. Solange die Aktie die wichtige 150-Euro-Marke verteidigt, bleibt der charttechnische Aufwärtstrend intakt.

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Diskussion zu Siemens Energy

Andreas Sommer

Mit über 40 Jahren Erfahrung im Bankwesen und Börsenjournalismus gehöre ich zu den etablierten Analysten im deutschsprachigen Raum. Nach mehr als zehn Jahren als Wertpapierberater bei der Deutschen Bank spezialisierte ich mich seit dem Börsencrash 1987 auf technische Analyse und charttechnische Methoden.

Als ehemaliger Chefredakteur mehrerer Börsenpublikationen entwickelte ich den "Aktienführer Neuer Markt" mit und führe heute einen Börsendienst, der sich auf wachstumsstarke Unternehmen fokussiert. Mein wöchentliches Markt-Barometer analysiert systematisch DAX, Dow Jones, Ölpreis, Währungen und Marktstimmung, um präzise Orientierung zu bieten.

Die Ergebnisse sprechen für sich: Leser meines Börsendienstes erzielten über zwei Jahrzehnte einen durchschnittlichen Depotzuwachs von +576%. Meine rechtzeitigen Warnungen vor dem Crash 2008 halfen vielen Anlegern, Verluste zu minimieren.

Heute teile ich meine Expertise durch den Newsletter "Chartanalyse-Trends", den Börsendienst "Momentum Trader", Vorträge auf Messen wie der Invest Stuttgart sowie YouTube-Videos. Mein "Timing is Money"-Ansatz identifiziert optimale Ein- und Ausstiegszeitpunkte für Aktien, Gold, Kryptowährungen und weitere Anlageklassen.