Der Stromhunger von KI-Rechenzentren verändert die Energielandschaft. Siemens Energy rückt genau dieses Thema auf der J.P. Morgan Industrials Conference in London in den Fokus. Das Münchner Unternehmen profitiert massiv vom globalen Netzausbau. Die Folge: pralle Auftragsbücher und steigende Gewinnerwartungen.
Fokus auf Netztechnik
Finanzvorständin Maria Ferraro präsentiert in London eine klare Wachstumsstory. Besonders die Sparte Grid Technologies treibt das Geschäft an. Netzbetreiber müssen weltweit massiv investieren. Nur so lassen sich erneuerbare Energien und neue Rechenzentren stabil einbinden.
Das schlägt sich direkt in den Prognosen nieder. Das Management rechnet beim Umsatz nun mit einem Plus von bis zu 27 Prozent. Die operative Marge soll dabei knapp 20 Prozent erreichen. Der gesamte Auftragsbestand des Konzerns kletterte zuletzt auf rund 154 Milliarden Euro.
Aktienrückkauf stützt den Kurs
Parallel zur operativen Stärke belohnt der Konzern seine Aktionäre. Aktuell läuft eine weitere Tranche des Aktienrückkaufs über eine Milliarde Euro. Bis zum Jahr 2028 plant das Management Rückkäufe von insgesamt sechs Milliarden Euro.
Die deutlich verbesserte Finanzlage macht diese Ausschüttungen möglich. Für das laufende Geschäftsjahr peilt Siemens Energy einen freien Cashflow von rund acht Milliarden Euro an. Der Gewinn nach Steuern soll etwa vier Milliarden Euro erreichen.
Am Aktienmarkt honorieren Investoren diese Entwicklung. Das Papier notiert aktuell bei rund 157 Euro. Seit Jahresbeginn steht damit ein sattes Plus von 28 Prozent auf der Anzeigetafel.
Auf Jahressicht verzeichnet die Aktie sogar einen Zuwachs von 78 Prozent. Damit bewegt sich der Kurs deutlich über seinem langfristigen Trend. Der Abstand zur 200-Tage-Linie beträgt gut 14 Prozent.
Am Donnerstag setzt das Management den Investorendialog in London fort. Echte fundamentale Neuigkeiten folgen dann im Spätsommer. Am 5. August präsentiert Siemens Energy die Zahlen für das dritte Quartal.
