Siemens Energy saugt den Markt leer. Allein in der vergangenen Woche kaufte der Konzern hunderttausende eigene Aktien zurück. Das stützt den Kurs auf hohem Niveau.
Laut der jüngsten Pflichtmitteilung vom Montag erwarb das Unternehmen zuletzt rund 635.000 eigene Anteile. Das Vorgehen ist Teil eines weitreichenden Plans. Bis 2028 will das Management eigene Papiere für bis zu sechs Milliarden Euro einziehen.
Die stetigen Käufe treffen auf eine ohnehin starke Aktie. Am Montag schloss das Papier bei 177,78 Euro. Seit Jahresbeginn summiert sich das Plus damit auf knapp 45 Prozent. Der Energietechnikkonzern ist mittlerweile das drittwertvollste Unternehmen im DAX. Nur SAP und Siemens wiegen im Leitindex noch schwerer.
Volle Auftragsbücher treiben das Geschäft
Operativ liefert der Konzern die passenden Argumente für die Kursrally. Der Auftragsbestand erreichte zuletzt den Rekordwert von 146 Milliarden Euro. Besonders die Sparte Grid Technologies brummt. Der weltweite Netzausbau und der gigantische Stromhunger neuer KI-Rechenzentren füllen die Bücher.
Am 12. Mai 2026 folgt der nächste Prüfstein. Dann präsentiert Siemens Energy den detaillierten Halbjahresbericht. Das Management hat die Jahresprognose für das Umsatzwachstum bereits auf 14 bis 16 Prozent angehoben. Kein Wunder.
Im Fokus der Investoren steht nun das Sorgenkind der Vergangenheit. Marktbeobachter erhoffen sich detaillierte Einblicke in die Margenentwicklung der Windkraftsparte Gamesa. Diese soll bis zur zweiten Jahreshälfte 2026 endlich die Gewinnschwelle erreichen. Gelingt das, fällt der letzte große Bremsklotz für das Unternehmen weg.
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