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Siemens Energy: 2 Milliarden Euro für Netze

Siemens Energy investiert zwei Milliarden Euro in Netzwerke und plant bis zu zehn Milliarden Euro für Dividenden und Aktienrückkäufe bis 2028.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Zwei Milliarden für Netzausbau
  • Zehn Milliarden für Aktionäre
  • Gamesa verkauft Geschäfte
  • Rekordquartal mit starkem Wachstum

Siemens Energy hat nach seinem Rekordquartal ein umfangreiches Kapitalprogramm angekündigt. Der Energietechnikkonzern will bis 2028 zwei Milliarden Euro in globale Transformator- und Schaltanlagenfabriken investieren und zugleich bis zu zehn Milliarden Euro an Dividenden und Aktienrückkäufen an die Aktionäre zurückgeben. Parallel dazu ordnet die Windtochter Siemens Gamesa ihr Portfolio neu.

Zwei Milliarden Euro für die Netz-Infrastruktur

Der Konzern setzt den Ausbau der Netzinfrastruktur als zentralen Wachstumstreiber fort. Die angekündigten 2 Milliarden Euro, umgerechnet 2,3 Milliarden US-Dollar, fließen bis 2028 in die weltweite Fertigung von Transformatoren und Schaltanlagen.

Die Sparte Grid Technologies hatte im jüngsten Quartal bereits Aufträge von mehr als 21 Milliarden Euro verbucht, besonders aus den USA. Der Investitionsplan soll diese Nachfrage bedienen, die durch den weltweiten Um- und Ausbau der Stromnetze getrieben wird.

Bis zu zehn Milliarden Euro für Aktionäre

Neben den Investitionen stellt Siemens Energy für den Zeitraum 2026 bis 2028 bis zu zehn Milliarden Euro für Dividenden und Aktienrückkäufe in Aussicht. Die Kapitalrückgabe stützt sich auf die verbesserte operative Basis: Für das Geschäftsjahr 2026 bestätigte der Konzern eine Guidance mit einem Nettogewinn von rund 4 Milliarden Euro und einem freien Cashflow vor Steuern von etwa 8 Milliarden Euro.

Zudem hob das Unternehmen die Zielmarke für die bereinigte Betriebsmarge an – sie soll nun am oberen Ende der bisherigen Spanne von 10 bis 12 Prozent liegen.

Gamesa: Schlankere Struktur nach Jahren der Verluste

Die Windkrafttochter Siemens Gamesa treibt ihre Portfoliobereinigung voran. Das Unternehmen verkauft sein Power-Electronics-Geschäft an ABB und hat den Verkauf von 90 Prozent seiner Wind-Aktivitäten in Indien und Sri Lanka an ein von TPG geführtes Konsortium vereinbart.

Gleichzeitig schrumpft das Onshore-Wind-Fertigungsnetz im laufenden Jahr von zehn auf vier Standorte – 2023 waren es noch zehn. Der Konzern begründet den Schritt mit dem Fokus auf Qualitätskontrolle und Kostensenkung. Die Maßnahmen fallen in eine Phase, in der Gamesa erstmals seit vier Jahren wieder ein positives Quartalsbetriebsergebnis erzielte.

Rekordquartal als Fundament

Die Kapitalankündigungen folgen auf Zahlen, die Siemens Energy am vergangenen Donnerstag vorgelegt hatte: Der Umsatz im dritten Geschäftsquartal 2026 stieg um 18,5 Prozent auf 11,45 Milliarden Euro, das bereinigte Betriebsergebnis kletterte auf 1,62 Milliarden Euro und lag damit mehr als dreifach über dem Vorjahreswert. Der Auftragsbestand wuchs auf 162 Milliarden Euro.

Die Gassparte verbuchte mit rund 1,6 Milliarden Euro einen Rekordgewinn bei 194 verkauften Gasturbinen. Analyst Lucas Ferhani von Jefferies bewertete die Profitabilität als deutlich besser als erwartet, sein Kollege Richard Dawson von Berenberg verwies auf einen Auftragseingang bei Gasturbinen, der 6,4 Prozent über dem Konsens lag.

Der Kapitalmarkt honoriert die Entwicklung: Die Aktie ist seit den Zahlen um 1,8 Prozent gestiegen und notiert aktuell bei 156,82 Euro, ein Plus von 2,16 Prozent allein am heutigen Handelstag. Vom 52-Wochen-Hoch bei 195,38 Euro, erreicht im April, bleibt das Papier mit einem Abstand von 19,74 Prozent aber noch deutlich entfernt.

Der laufende Umbau des Konzerns – von der Netzoffensive über die Kapitalrückgabe bis zur Neuausrichtung von Gamesa – markiert damit weniger einen Schlusspunkt als eine neue Phase, in der Siemens Energy seine operative Erholung finanziell untermauern will.

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Diskussion zu Siemens Energy

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