Siemens Energy liefert seiner Roadshow ein handfestes Argument: Der Aktienrückkauf läuft deutlich schneller. Hinter dem Tempo steckt vor allem ein starker Mittelzufluss. Genau deshalb dürfte die Präsentation in Paris am Dienstag mehr sein als reine Kapitalmarktpflege.
Rückkaufprogramm zieht an
In der vergangenen Woche erwarb Siemens Energy 814.870 eigene Aktien. Seit dem Start Anfang März summiert sich der Rückkauf damit auf mehr als 12,43 Millionen Papiere. Abgewickelt werden die Käufe über ein beauftragtes Institut an Xetra und mehreren europäischen Handelsplätzen.
Der Konzern nutzt den hohen Cashflow, um im laufenden Geschäftsjahr mehr Kapital an die Anteilseigner zurückzugeben. Für 2025/26 sind bis zu eine Milliarde Euro zusätzliche Aktienrückkäufe vorgesehen. Der ursprünglich in Aussicht gestellte Rückkaufrahmen von zwei Milliarden Euro ist weitgehend ausgeschöpft.
Am längerfristigen Rahmen ändert das nichts. Bis 2028 plant Siemens Energy weiterhin ein Gesamtvolumen von sechs Milliarden Euro. Für das laufende Geschäftsjahr summieren sich die vorgesehenen Ausschüttungen damit auf bis zu 3,6 Milliarden Euro.
Cashflow stützt die Story
Der operative Rückenwind ist klar messbar. Der Mittelzufluss vor Steuern stieg im zweiten Quartal um 42 Prozent auf 1,98 Milliarden Euro. Einen Beitrag leisteten auch Anzahlungen für neue Aufträge.
Das ist wichtig, weil der Markt Siemens Energy nicht mehr nur als Sanierungsfall bewertet. Der Konzern profitiert von Elektrifizierung, Netzausbau und der Nachfrage aus dem Rechenzentren-Boom. Große Teile des Geschäfts sind nach Unternehmensangaben bis 2030 und darüber hinaus ausgelastet.
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Auch Siemens Gamesa bleibt ein zentrales Thema. Die Windkrafttochter reduzierte ihren operativen Verlust vor Sondereffekten auf 44 Millionen Euro, nach 249 Millionen Euro im Vorjahr. Das Problem ist damit nicht gelöst, belastet den Konzern aber weniger stark.
Aktie bleibt stark gelaufen
Die Aktie schloss am Montag bei 171,00 Euro. Seit Jahresbeginn steht ein Plus von 39,25 Prozent, auf Zwölfmonatssicht sogar ein Zuwachs von 118,67 Prozent.
Nach der starken Rally ist der Markt anspruchsvoller geworden. Das Papier liegt zwar über wichtigen Durchschnittslinien, aber nicht mehr auf dem jüngsten Hoch. Gewinnmitnahmen wirken in diesem Umfeld nicht überraschend.
Die Analystenseite bleibt konstruktiv. JPMorgan sieht das Kursziel bei 225 Euro, Goldman Sachs bei 212 Euro. Deutsche Bank und Berenberg nennen jeweils 200 Euro.
Der Auftragspuffer liefert dafür die zentrale Begründung. Der Auftragsbestand liegt bei 154 Milliarden Euro, das Book-to-Bill-Verhältnis bei 1,72. Siemens Energy verkauft also deutlich mehr, als der Konzern aktuell umsetzt.
In Paris dürfte das Management vor allem diese Kombination erklären müssen: hoher Cashflow, beschleunigte Rückkäufe und ein weiterhin schwerer Umbau bei Gamesa. Solange der Mittelzufluss stark bleibt, passt die Kapitalrückgabe zur Wachstumsstory. Lässt der Cashflow nach, rückt das Tempo der Rückkäufe schnell wieder in den Mittelpunkt.
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