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Siemens Aktie: Zoll-Falle umgangen!

Siemens Mobility nimmt ein neues Schienenfahrzeugwerk in den USA in Betrieb, um sich gegen mögliche US-Zölle auf EU-Exporte abzusichern und die lokale Präsenz auszubauen.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Neues Werk in North Carolina startet Produktion
  • Absicherung gegen drohende US-Zölle auf EU-Exporte
  • Investition von 220 Millionen US-Dollar
  • Aktienkurs mit Wochenplus von sieben Prozent

Drohende US-Zölle auf EU-Exporte könnten den Münchner Industriekonzern bis zu einer halben Milliarde Euro kosten. Genau in dieser handelspolitisch angespannten Phase liefert Siemens Mobility eine strategische Antwort: Ein brandneues Schienenfahrzeugwerk in North Carolina nimmt den Betrieb auf. Die lokale US-Fertigung wird damit zum entscheidenden Puffer gegen geopolitische Risiken.

Produktion für die Ostküste startet

Für 220 Millionen US-Dollar hat der Konzern in Lexington einen hochmodernen Produktionsstandort hochgezogen. Auf dem 80 Hektar großen Gelände laufen ab sofort die ersten Venture-Reisewaggons für den US-Bahnbetreiber Amtrak vom Band. Die Anlage fungiert gleichzeitig als Servicezentrum für die Ostküste und bündelt erstmals in Nordamerika die Produktion von Schienenfahrzeugen mit der Überholung von Lokomotiven. Dabei setzen die Münchner stark auf Automatisierung durch Robotik und Künstliche Intelligenz.

Der Zeitpunkt der Inbetriebnahme ist ein berechneter strategischer Schritt. Angesichts möglicher neuer US-Zölle von 15 Prozent auf EU-Einfuhren drohten Siemens massive finanzielle Belastungen. Durch die Verlagerung der Wertschöpfung direkt in die Vereinigten Staaten federt das Mobility-Segment diesen Druck spürbar ab. Mit nun 24 Fertigungsstandorten und rund 45.000 Mitarbeitern in den USA baut das Unternehmen seine lokale Präsenz konsequent aus.

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Marktteilnehmer honorieren diese handelspolitische Absicherung. Die Papiere verzeichneten auf Wochensicht ein Plus von gut sieben Prozent und gingen am Freitag bei 229,45 Euro aus dem Handel.

Konkrete Impulse im Frühjahr

Die nächsten fundamentalen Wegmarken für den Konzern stehen bereits im Kalender:

  • 20. April: Präsentation neuer KI-Lösungen, darunter der „Digital Twin Composer“, auf der Hannover Messe.
  • Mai: Veröffentlichung der Geschäftszahlen für das zweite Quartal.

Diese kommenden Datenpunkte werden belegen, inwieweit die anhaltend hohe Nachfrage aus dem Infrastrukturbereich ausreicht, um das angestrebte Jahresziel von 10,70 bis 11,10 Euro Gewinn je Aktie abzusichern.

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