Der Fahrplan steht — allerdings dauert es länger als zunächst erhofft. Siemens hat am 17. April konkretisiert, wann und wie es die Trennung von Siemens Healthineers vollziehen will. Das gibt Aktionären Orientierung, aber auch eine längere Wartezeit.
Hauptversammlung 2027 entscheidet
Siemens plant eine Direktabspaltung nach dem deutschen Umwandlungsgesetz. Dabei sollen Aktionäre 30 Prozent der Healthineers-Anteile direkt ins Depot gebucht bekommen. Bislang hält Siemens 67 Prozent an der Medizintechniктохter. Mit der Abgabe gibt der Konzern die Mehrheit ab.
Abgestimmt wird auf der ordentlichen Hauptversammlung im Februar 2027. Das ist später als zunächst möglich erschien: Bei der ersten Ankündigung im November 2025 hatte Siemens noch eine außerordentliche Hauptversammlung in diesem Jahr erwogen.
Eine wesentliche Hürde bleibt offen. Die Finanzbehörden müssen die Transaktion als steuerneutral einstufen. Ohne diese Genehmigung lässt sich der Zeitplan nicht halten.
Bienerts erster Auftritt als CFO
Am 13. Mai veröffentlicht Siemens die Zahlen für das zweite Quartal 2026. Der Termin hat in diesem Jahr besonderes Gewicht — es ist der erste Quartalsbericht unter der neuen CFO Veronika Bienert, die seit dem 1. April das Amt führt. Ihr Vorgänger Ralf P. Thomas scheidet zeitgleich aus dem Vorstand aus.
Im ersten Quartal stiegen die Auftragseingänge auf vergleichbarer Basis um 10 Prozent. Analysten schauen im Mai besonders auf das Book-to-Bill-Verhältnis — also darauf, ob neue Aufträge den Umsatz übersteigen. Die durchschnittliche Umsatzprognose für das Gesamtjahr liegt bei 83,7 Milliarden Euro, rund 5 Prozent mehr als in den vergangenen zwölf Monaten.
Kurs erholt, Rückkauf läuft
Die Aktie notiert bei 243,10 Euro und liegt damit knapp 3 Prozent über ihrer 200-Tage-Linie — ein technisches Signal, das nach einem Abwärtstrend seit Anfang März Beachtung findet. Vom Allzeithoch bei 261,55 Euro trennen das Papier noch rund 7 Prozent.
Das Aktienrückkaufprogramm läuft weiter. In der Woche vom 6. bis 12. April kaufte Siemens weitere 639.480 eigene Aktien zurück. Das kumulierte Volumen liegt bei über 25,3 Millionen Stück.
Der nächste harte Datenpunkt ist der 13. Mai. Bis dahin dürfte vor allem der Stand der steuerlichen Klärung rund um die Healthineers-Abspaltung die Kursdiskussion bestimmen.
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