Siemens hat am Dienstag eine Pflichtmitteilung zur Gesamtzahl der Stimmrechte veröffentlicht – eine regulatorische Standardmaßnahme nach § 41 des Wertpapierhandelsgesetzes. Die neue Gesamtzahl beläuft sich auf 782 Millionen Stimmrechte, Mehrstimmrechte existieren keine. Grund für die Veröffentlichung war eine sonstige Kapitalmaßnahme. Während solche Meldungen zum regulären Pflichtprogramm börsennotierter Unternehmen gehören, steht die Aktie aktuell aus ganz anderen Gründen unter Druck.
Geopolitik belastet Gesamtmarkt
Der deutsche Leitindex DAX beschleunigte seine Talfahrt am Dienstag deutlich. Nur zwei der 40 Indexwerte konnten sich dem breiten Abverkauf entziehen. Verantwortlich für die negative Stimmung sind vor allem geopolitische Risiken: Der Iran-Krieg sowie gestoppte Gaslieferungen aus Katar trieben den europäischen Gaspreis auf ein Drei-Jahres-Hoch. Zusätzlich belastete die überraschend gestiegene Inflation in der Eurozone – von 1,7 Prozent im Januar auf 1,9 Prozent im Februar.
Die Siemens-Aktie entkam diesem Umfeld nicht. Auf Tradegate verlor das Papier 4,51 Prozent auf 227,60 Euro. Auf Wochensicht summiert sich das Minus bereits auf knapp sieben Prozent. Die Marktkapitalisierung des Münchner Technologiekonzerns beträgt aktuell rund 183 Milliarden Euro.
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Siemens Energy startet Aktienrückkauf
Parallel kündigte die Tochter Siemens Energy ein milliardenschweres Aktienrückkaufprogramm an. Bis Ende September sollen maximal 70 Millionen Aktien für bis zu zwei Milliarden Euro über Xetra und weitere Handelsplätze erworben werden. Die zurückgekauften Papiere sind für aktienbasierte Vergütungsprogramme oder zur Einziehung vorgesehen. Trotz dieser Nachricht und einer Kurszielanhebung durch mwb research auf 89 Euro gab auch die Siemens-Energy-Aktie nach und schloss 4,28 Prozent schwächer bei 155,40 Euro.
Das volatile Marktumfeld dürfte kurzfristig dominieren. Die kommenden Handelstage werden zeigen, ob sich die Stimmung stabilisiert oder die geopolitischen Risiken für weiteren Druck sorgen.
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