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Symbolbild, KI-generiert

Siemens Aktie: Rückkaufprogramm weiter aufgestockt

Siemens kauft weitere eigene Aktien zurück, meldet starke Quartalsdaten und treibt Zukäufe sowie industrielle KI-Projekte voran.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • 321.231 eigene Aktien zusätzlich erworben
  • Rückkaufprogramm umfasst 2.948.090 Aktien
  • Auftragseingang erreicht 27,9 Milliarden Euro
  • Kurs verliert monatlich 6,2 Prozent

Siemens hat sein laufendes Aktienrückkaufprogramm weiter aufgestockt. Zwischen dem 31. August und dem 6. September erwarb der Konzern 321.231 eigene Aktien. Damit summiert sich das seit Anfang Juli laufende Programm auf insgesamt 2.948.090 zurückgekaufte Aktien, zu gewichteten Durchschnittskursen zwischen 270,73 und 287,52 Euro.

Der kontinuierliche Rückkauf signalisiert Zuversicht des Managements in die eigene Bewertung – und fällt in eine Phase, in der die operative Entwicklung des Konzerns positiv überrascht hat.

Anfang August hatte Siemens seine Quartalszahlen für das dritte Geschäftsquartal 2026 vorgelegt: Der Auftragseingang kletterte auf vergleichbarer Basis um 14 Prozent auf einen Rekordwert von 27,9 Milliarden Euro, der Umsatz wuchs vergleichbar um 8 Prozent auf 20,8 Milliarden Euro. Auf Basis dieser starken ersten neun Monate hob der Konzern seine Gewinnprognose für das laufende Geschäftsjahr an.

Kurs unter Druck trotz solider Fundamentaldaten

Trotz der guten operativen Nachrichtenlage steht die Aktie zuletzt unter Druck. Am Freitag legte das Papier zwar um 2,4 Prozent zu und schloss bei 264,00 Euro, auf Wochensicht steht aber ein Minus von 2,9 Prozent zu Buche. Auf Monatssicht hat sich der Kurs sogar um 6,2 Prozent zurückgezogen.

Ein konkreter Auslöser für die Kursbewegung vom Freitag lässt sich derzeit nicht benennen – die vorliegenden fundamentalen Nachrichten aus Quartalsbericht und Rückkaufprogramm liegen bereits einige Wochen zurück und erklären die jüngste Tagesbewegung nicht unmittelbar.

Trotz der Schwäche der vergangenen Wochen bleibt der Blick auf die vergangenen zwölf Monate deutlich positiver: Seit Jahresbeginn steht für die Aktie ein Plus von 10 Prozent zu Buche. Das zeigt, dass die kurzfristige Konsolidierung eher als Verschnaufpause nach einer langen Aufwärtsphase zu werten ist, denn als fundamentaler Bruch.

Strategische Zukäufe untermauern Wachstumskurs

Parallel zum operativen Geschäft treibt Siemens seine strategische Expansion voran. Ende Mai hatte Siemens Mobility die Übernahme von Geschäftsbereichen der italienischen MERMEC-Gruppe angekündigt, um die eigene Position in Signaltechnik und Diagnose zu stärken.

Die Transaktion soll bis Ende des Jahres abgeschlossen werden. Bereits im Juli hatte der Konzern zudem die Übernahme von Precision Innovations bekanntgegeben, deren Closing für das dritte Quartal des Kalenderjahres erwartet wird.

Auch im Bereich Künstliche Intelligenz baut Siemens seine Position aus. Gemeinsam mit Nvidia entwickelt der Konzern ein industrielles KI-Betriebssystem, mit dem Ziel, vollständig KI-gesteuerte, adaptive Fertigungsstätten aufzubauen. Den Anfang macht die Siemens Electronics Factory im bayerischen Erlangen.

Für Anleger ergibt sich damit ein zweigeteiltes Bild: Operativ liefert Siemens mit Rekordaufträgen, angehobener Guidance und fortgesetzten Rückkäufen starke Signale. Kurzfristig belastet dagegen die allgemeine Marktschwäche der vergangenen Wochen den Kursverlauf, ohne dass sich dafür ein spezifischer unternehmensbezogener Auslöser identifizieren lässt.

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