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Symbolbild, KI-generiert

Siemens Aktie: Rückkäufe laufen

Siemens setzt sein Aktienrückkaufprogramm fort und hebt die Jahresprognose an, gestützt durch starke Quartalszahlen und einen Rekordauftragsbestand.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Rückkauf von weiteren 355.000 eigenen Aktien
  • Auftragsbestand erreicht Rekordwert von 120 Mrd. Euro
  • Jahresprognose für Gewinn je Aktie angehoben
  • Rechenzentrumsgeschäft wächst um 35 Prozent

Siemens zieht sein Aktienrückkaufprogramm auch in der aktuellen Konsolidierungsphase konsequent durch. Gleichzeitig liefert der Konzern operative Argumente nach: starke Q1-Zahlen, ein Rekordauftragsbestand und eine angehobene Jahresprognose. Doch wie viel Rückenwind liefert ausgerechnet der KI-Boom – und wo entstehen neue Risiken fürs Softwaregeschäft?

Rückkäufe: Tempo bleibt hoch

Zwischen dem 16. und 22. Februar kaufte Siemens weitere 354.983 eigene Aktien über Xetra zurück. Das Programm läuft seit Februar 2024 und geht auf eine Ankündigung von November 2023 zurück: Insgesamt sind bis zu 6 Milliarden Euro über maximal fünf Jahre vorgesehen.

In Summe hat Siemens damit inzwischen rund 21,8 Millionen Aktien zurückgekauft. Rechnerisch sinkt dadurch die Zahl der umlaufenden Papiere – was den Gewinn je Aktie stützen kann. Der Titel schloss am Freitag bei 246,20 Euro (-1,18%) und liegt damit weiter knapp unter dem 50-Tage-Durchschnitt von 250,66 Euro.

Operative Basis: Rekordaufträge und höhere Prognose

Die Rückkäufe treffen auf eine Phase, in der Siemens operativ liefert. Im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2026 stieg der Auftragseingang auf vergleichbarer Basis um 10% auf 21,4 Mrd. Euro, der Umsatz legte um 8% auf 19,1 Mrd. Euro zu. Das Ergebnis im Industriegeschäft wuchs um 15% auf 2,9 Mrd. Euro, die Marge lag bei 15,6%. Beim Ergebnis je Aktie (EPS pre PPA) meldete der Konzern 2,80 Euro nach 2,22 Euro im Vorjahresquartal.

Besonders auffällig: Der Auftragsbestand erreichte 120 Mrd. Euro – ein Rekordwert. Dazu passt, dass Siemens am 12. Februar die Gewinnprognose (EPS pre PPA) für das Gesamtjahr auf 10,70 bis 11,10 Euro anhob und das vergleichbare Umsatzwachstum für 2026 bei 6 bis 8% bestätigte.

KI, Rechenzentren – und ein Umbau im Konzern

Ein zentraler Treiber ist die Rechenzentrums-Infrastruktur. Hier wuchs der Umsatz zuletzt um 35%, vor allem getragen von Großaufträgen aus den USA. Allein im Auftaktquartal kamen Bestellungen aus dem Rechenzentrumsumfeld im Wert von 1,8 Mrd. Euro hinzu – Rückenwind insbesondere für Smart Infrastructure und Digital Industries.

Parallel schärft Siemens auch strategisch seinen Zuschnitt: Geplant ist die Entkonsolidierung der 67%-Beteiligung an Siemens Healthineers. 30% der Healthineers-Aktien sollen per Abspaltung direkt an Siemens-Aktionäre übertragen werden; weitere Details stellt das Unternehmen für Anfang des zweiten Quartals 2026 in Aussicht.

Beim KI-Thema setzt Siemens zudem auf Kooperation: Gemeinsam mit NVIDIA sollen KI-beschleunigte Industrielösungen über den gesamten Produktlebenszyklus entstehen. Ab 2026 ist mit der Siemens Electronics Factory in Erlangen ein vollständig KI-gesteuerter, adaptiver Fertigungsstandort geplant. Gleichzeitig verweist der Konzern darauf, dass KI auch Risiken für das Kerngeschäft mit Industriesoftware bergen kann.

Am 13. Mai 2026 legt Siemens die nächsten Quartalszahlen vor – dann wird sich zeigen, ob der starke Auftragspolster und die KI-getriebene Nachfrage den Kurs der Prognoseanhebung weiter untermauern.

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