Siemens und NVIDIA haben gemeinsam einen technologischen Sprung in der KI-Chip-Entwicklung vollzogen — und das Timing könnte kaum besser sein. Wenige Tage vor dem großen Auftritt auf der Hannover Messe sorgt eine Verifikationsmethode für Aufsehen, die bisherige Maßstäbe weit hinter sich lässt.
Billionen Designzyklen — in wenigen Tagen
Am 9. April vermeldeten beide Unternehmen einen Durchbruch bei der Pre-Silicon-Verifikation komplexer KI-Chips. Kern der Lösung ist das hardwaregestützte Veloce proFPGA CS-System von Siemens, kombiniert mit einer leistungsoptimierten Chiparchitektur von NVIDIA. Das Ergebnis: mehrere zehn Billionen Designzyklen — erfasst, noch bevor ein einziger physischer Chip gefertigt wurde.
Klassische Verfahren wie Simulation und Emulation kommen in praktikabler Zeit auf Millionen bis wenige Milliarden Zyklen. Der Unterschied ist also nicht graduell, sondern fundamental. Narendra Konda, Vice President of Hardware Engineering bei NVIDIA, verwies auf den wachsenden Bedarf: Je komplexer KI-Architekturen werden, desto dringlicher werden leistungsstarke Verifikationslösungen, die Entwicklungszeiten verkürzen.
Hannover Messe als nächste Bühne
Vom 20. bis 24. April präsentiert Siemens auf der Hannover Messe sein Industrial-AI-Portfolio entlang der gesamten Wertschöpfungskette — von autonomen Workflows über smarte Gebäude bis hin zum Digital Twin. Vorstandsmitglied Cedrik Neike eröffnet am 20. April die Siemens-Pressekonferenz und stellt dabei konkrete Anwendungen für flexible Fertigung und Rückverfolgbarkeit vor.
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Ein zentrales Exponat wird der Siemens Digital Twin Composer sein, der auf NVIDIA Omniverse basiert. PepsiCo setzt die Lösung bereits in Lieferkette und Fertigung ein — ein handfestes Praxisbeispiel, das die Partnerschaft mit NVIDIA über die Chip-Ebene hinaus verlängert.
Starke Basis, offene Risiken
Die technologischen Meldungen treffen auf ein operativ solides Fundament. Im ersten Quartal des laufenden Geschäftsjahres wuchs der Umsatz auf vergleichbarer Basis spürbar, der Auftragsbestand kletterte auf einen Rekordwert von über 120 Milliarden Euro. Das Management hob daraufhin die Jahresprognose an: Beim bereinigten Ergebnis je Aktie rechnet Siemens nun mit 10,70 bis 11,10 Euro. Moody’s bewertet die Bonität weiterhin mit Aa3.
Einen Dämpfer liefert das Handelsumfeld: Neue Zölle und Handelsbarrieren könnten Siemens zusätzliche Kosten in erheblicher Höhe bescheren. Wie stark sich dieser Gegenwind im zweiten Quartal niederschlägt, zeigt der Quartalsbericht im Mai — dann wird auch sichtbar, ob der Ausbau des margenstarken Software- und KI-Geschäfts die Belastungen kompensieren kann.
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