Siemens liefert ab: Mit einem Rekordauftragsbestand und einer angehobenen Prognose untermauert der Industriekonzern seine Wachstumsambitionen eindrucksvoll. Während das operative Geschäft, getrieben durch den KI-Boom, auf Hochtouren läuft, setzt das Management zusätzlich auf massive Aktienrückkäufe. Doch reicht diese fundamentale Stärke, um die aktuelle Konsolidierung im Aktienkurs zu beenden?
Operative Stärke dank Rechenzentren
Das erste Quartal des Geschäftsjahres 2026 verlief für den DAX-Konzern außerordentlich erfolgreich. Der Auftragseingang kletterte auf vergleichbarer Basis um 10 Prozent auf 21,4 Milliarden Euro, während der Umsatz um 8 Prozent zulegte. Besonders die Profitabilität im Industriegeschäft überzeugte mit einem Anstieg von 15 Prozent.
Der eigentliche Wachstumsmotor verbirgt sich jedoch im Segment Smart Infrastructure. Während dieser Bereich insgesamt ein solides Umsatzplus von 10 Prozent verzeichnete, explodierte das Teilsegment für Rechenzentren förmlich: Hier stiegen die Erlöse um 35 Prozent. US-Großaufträge für Cloud- und KI-Infrastruktur sorgen für volle Auftragsbücher. CEO Roland Busch positioniert Siemens hier strategisch klug und arbeitet unter anderem mit Nvidia an Referenzkonzepten für KI-Fabriken.
Aktienrückkauf und Konzernumbau
Parallel zur operativen Entwicklung treibt Siemens die Pflege des Aktienkurses aktiv voran. Das laufende Rückkaufprogramm hat inzwischen ein Volumen von knapp 4,4 Milliarden Euro erreicht. Im März plant das Unternehmen, 18 Millionen der gehaltenen Schatzaktien einzuziehen, was den Gewinn je Aktie rechnerisch verdichtet.
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Auch strukturell bleibt der Konzern in Bewegung. Die geplante Abspaltung von Siemens Healthineers nimmt Formen an; ein detailliertes Update hierzu ist für das zweite Kalenderquartal angekündigt. Diese Maßnahmen sollen den Konglomeratsabschlag weiter verringern und den Unternehmenswert transparenter machen.
Prognose rauf, Kurs konsolidiert
Als Reaktion auf den starken Jahresauftakt hob das Management die Gewinnprognose (EPS pre PPA) auf eine Spanne von 10,70 bis 11,10 Euro an. Trotz dieser fundamentalen Stärke und der bestätigten Dividende von 5,35 Euro tut sich die Aktie charttechnisch momentan etwas schwer. Mit einem Kurs von zuletzt 246,20 Euro notiert das Papier knapp unter dem 50-Tage-Durchschnitt (250,66 Euro).
Der nächste wichtige Termin ist der 13. Mai 2026, wenn Siemens die Zahlen zum zweiten Quartal vorlegt. Anleger sollten bis dahin genau beobachten, ob der Markt die Kombination aus Rekordauftragsbestand und KI-Fantasie honoriert und den Kurs wieder über die wichtigen gleitenden Durchschnitte hievt.
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