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Siemens Aktie: Italien bestellt Hochgeschwindigkeit

Italo Holding bestellt 26 Velaro-Züge bei Siemens Mobility. Der Auftragswert liegt bei rund drei Milliarden Euro inklusive Servicevertrag.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Italien bestellt 26 Velaro-Züge
  • Auftragswert von rund drei Milliarden Euro
  • Fertigung in Krefeld, Service in Dortmund
  • Aktienrückkaufprogramm läuft planmäßig weiter

Siemens Mobility landet einen der größeren Bahnaufträge des Jahres. Die italienische Italo Holding bestellt 26 Velaro-Hochgeschwindigkeitszüge, dazu kommt eine Option auf 14 weitere Fahrzeuge sowie ein Service-Vertrag über 30 Jahre. Der Auftragswert liegt bei rund 3 Milliarden Euro.

Die Aktie reagiert am Montag verhalten positiv und notiert via Xetra zeitweise 0,7 Prozent höher bei 266,40 Euro. Kein Ausschlag, der Schlagzeilen verdient — aber ein Signal, dass Italiens Bahnnetz weiter auf deutsche Technik setzt.

Krefeld und Dortmund profitieren

Die Velaro-Züge entstehen am Siemens-Standort Krefeld. Jeder Zug bietet auf acht Wagen rund 440 Sitzplätze und erreicht Geschwindigkeiten von bis zu 320 Stundenkilometern. Die Instandhaltung über die kommenden drei Jahrzehnte übernimmt der Standort Dortmund — der Auftrag sichert damit nicht nur Fertigung, sondern auch langfristige Servicekapazitäten an zwei deutschen Werken.

Für Italo ist es ein Ausbau der bestehenden Flotte, für Siemens Mobility ein weiterer Beleg dafür, dass europäische Bahnbetreiber ihre Netze für Hochgeschwindigkeitsverkehr modernisieren. Der Service-Vertrag über 30 Jahre macht aus dem Auftrag zudem eine verlässliche Einnahmequelle über den reinen Fahrzeugverkauf hinaus.

Aktienrückkauf läuft planmäßig weiter

Parallel zum Neuauftrag treibt Siemens sein laufendes Aktienrückkaufprogramm voran. Zwischen dem 13. und 19. Juli erwarb der Konzern gut 305.000 eigene Aktien über die Frankfurter Börse. Seit Programmstart am 1. Juli summiert sich das Volumen damit auf gut 815.000 Aktien.

Der gewichtete Durchschnittskurs der Käufe schwankte in der Berichtswoche zwischen rund 263 und 271 Euro — ein Bereich, der sich mit dem aktuellen Kursniveau deckt. Das Programm läuft über eine beauftragte Bank ausschließlich im elektronischen Xetra-Handel und wird in regelmäßigen Zwischenmeldungen dokumentiert.

Der Bahn-Auftrag aus Italien und der fortlaufende Rückkauf zeigen zwei parallele Baustellen bei Siemens: operatives Wachstum im Mobility-Geschäft auf der einen, Kapitalrückführung an Aktionäre auf der anderen Seite. Die nächste Zwischenmeldung zum Rückkaufprogramm dürfte in der kommenden Woche folgen.

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Felix Baarz

Felix Baarz ist Wirtschaftsjournalist mit mehr als 15 Jahren Erfahrung in der Berichterstattung über internationale Finanzmärkte. Als gebürtiger Kölner begann er seine Laufbahn bei einer deutschen Fachpublikation, bevor er für sechs Jahre nach New York zog.

In New York berichtete er direkt aus dem Zentrum der globalen Finanzwelt über Entwicklungen an der Wall Street und wirtschaftspolitische Entscheidungen von internationaler Tragweite. Diese Zeit prägte seine analytische Herangehensweise an komplexe Wirtschaftsthemen.

Heute arbeitet Baarz als freier Journalist für führende deutschsprachige Wirtschafts- und Finanzmedien. Seine Schwerpunkte liegen auf der fundierten Analyse globaler Finanzmärkte und der verständlichen Aufbereitung wirtschaftspolitischer Zusammenhänge. Neben seiner schriftlichen Arbeit moderiert er Fachdiskussionen und nimmt an Expertenrunden teil.

Sein journalistischer Ansatz kombiniert tiefgreifende Recherche mit präziser Analyse, um Lesern Orientierung in einer sich wandelnden Wirtschaftswelt zu bieten.