Der Industriekonzern liefert operative Bestmarken und hebt die Jahresprognose an. An der Börse spiegelt sich diese Stärke derzeit allerdings nicht wider. Stattdessen ziehen Zins- und Inflationssorgen das DAX-Schwergewicht spürbar nach unten, während Anleger den prall gefüllten Auftragsbestand vorerst ausblenden.
Schwaches Umfeld belastet
In der vergangenen Handelswoche rutschte der Titel in einem allgemein schwachen Marktumfeld deutlich ab. Ohne dass negative Unternehmensnachrichten vorlagen, summierte sich das Minus auf 7-Tage-Sicht auf 8,07 Prozent. Zum Handelsschluss am Freitag stand das Papier bei 202,85 Euro und markierte im Zuge dieser Abwärtsbewegung ein neues Sechs-Monats-Tief. Verantwortlich für den Rücksetzer sind in erster Linie makroökonomische Faktoren, die derzeit den gesamten deutschen Leitindex unter Druck setzen.
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Rekordaufträge als Gegengewicht
Dieser charttechnischen Schwäche stehen grundsolide Unternehmenszahlen gegenüber. Im ersten Quartal des laufenden Geschäftsjahres kletterte der Auftragseingang um zehn Prozent auf 21,4 Milliarden Euro. Der Auftragsbestand erreichte mit 120 Milliarden Euro sogar einen neuen Höchststand, was den Vorstand unlängst zu einer Anhebung der Jahresprognose veranlasste. Flankiert wird das wachstumsstarke operative Geschäft von einem laufenden Aktienrückkaufprogramm im Volumen von sechs Milliarden Euro sowie einer historisch verlässlichen Dividendenpolitik.
Klarheit im zweiten Quartal
Die anhaltende Diskrepanz zwischen operativer Leistung und Kursentwicklung hat einen klaren zeitlichen Horizont. Anfang des zweiten Quartals will das Management die genauen Bedingungen der Healthineers-Transaktion vorlegen. Sobald dieser konkrete Zeitplan und die finanziellen Rahmenbedingungen auf dem Tisch liegen, kann der Markt das Kerngeschäft wieder isoliert bewerten. Spätestens die Veröffentlichung der Quartalszahlen am 13. Mai liefert Anlegern dann handfeste Daten zur Bestätigung der angehobenen Jahresprognose.
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