Während sich der DAX-Konzern Siemens in einer Phase der Konsolidierung befindet, setzen ausgerechnet jene ein starkes Zeichen, die das Unternehmen am besten kennen: die Gründerfamilie. Knapp 100.000 Euro investierten Marisol von Siemens und Hadrian Pausch von Siemens diese Woche in die eigenen Anteile. Zufall – oder steckt dahinter die Überzeugung, dass der Markt die Aktie falsch bewertet?
Familien-Signal: Fast 100.000 Euro bei 227 Euro
Die Zahlen sprechen eine klare Sprache. Am 26. November griffen zwei Mitglieder der Siemens-Familie über die XETRA-Börse zu und investierten jeweils knapp 50.000 Euro. Der durchschnittliche Kaufkurs: 226,82 Euro. Solche Directors‘ Dealings gelten nicht umsonst als eines der verlässlichsten Signale am Kapitalmarkt. Wer würde schon Insiderwissen haben, wenn nicht die Familie selbst?
Die Transaktion im Überblick:
- Käufer: Marisol von Siemens und Hadrian Pausch von Siemens
- Gesamtvolumen: Rund 99.800 Euro
- Kaufkurs: Ca. 226,82 Euro je Aktie
- Timing: Mitten in der jüngsten Konsolidierungsphase
Die Botschaft ist eindeutig: Wer so tief ins eigene Portemonnaie greift, sieht Potenzial nach oben. Doch was spricht aus fundamentaler Sicht für eine Neubewertung?
Rekorddividende als Fundament
Der Konzern untermauert das Vertrauen der Insider mit harten Fakten. Für das Geschäftsjahr 2025 schlagen Vorstand und Aufsichtsrat eine Dividende von 5,35 Euro je Aktie vor – ein neuer Rekord und eine Steigerung gegenüber den 5,20 Euro des Vorjahres. Auf dem aktuellen Kursniveau von 228 Euro ergibt sich damit eine attraktive Dividendenrendite von rund 2,3 Prozent.
Diese Ausschüttungspolitik zeigt: Trotz eines anspruchsvollen konjunkturellen Umfelds generiert Siemens ausreichend Cash, um Aktionäre großzügig zu beteiligen. Zusammen mit dem laufenden Aktienrückkaufprogramm entsteht ein doppelter Boden unter dem Kurs.
Analysten justieren nach – aber bleiben bullish
Wie passt das Bild zusammen, wenn zeitgleich renommierte Häuser ihre Kursziele senken? Goldman Sachs reduzierte das Ziel von 267 auf 246 Euro, Jefferies von 291 auf 277 Euro. Doch beide halten an ihrer Kaufempfehlung fest. Die Anpassungen reflektieren weniger Zweifel am Geschäftsmodell als vielmehr eine vorsichtigere Einschätzung des gesamtwirtschaftlichen Ausblicks.
Der Konsens bleibt klar positiv – und liegt deutlich über dem aktuellen Handelsniveau. Die Insider-Käufe der Familie dürften diese Einschätzung nun zusätzlich untermauern.
Bodenbildung auf 227-Euro-Niveau?
Drei Faktoren sprechen für eine mögliche Trendwende: erstens die Rekorddividende, zweitens die laufenden Rückkäufe und drittens – vielleicht am wichtigsten – das Vertrauen der Gründerfamilie. Dass Marisol von Siemens und Hadrian Pausch von Siemens genau jetzt zugreifen, ist kein Zufall. Sie kennen die Zahlen, die Pipeline und die strategische Ausrichtung besser als jeder externe Analyst.
Für Anleger lautet die spannende Frage nun: Markiert das Niveau um 227 Euro tatsächlich den fairen Wert – oder einen attraktiven Einstieg? Die Familie hat ihre Antwort bereits gegeben.
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