Der Münchner Technologiekonzern liefert ab: Nach einem starken Start ins neue Geschäftsjahr schraubt das Management die Gewinnerwartungen nach oben. Während Teile der Industrie mit der Konjunktur kämpfen, meldet Siemens Rekordwerte bei den Auftragsbüchern und ein breites Wachstum über alle Sparten hinweg. Was treibt die aktuelle Zuversicht, die nun auch in einer höheren Dividende mündet?
Operative Stärke trotzt Basiseffekt
Die gestern vorgelegten Zahlen für das erste Quartal (Oktober bis Dezember 2025) zeigen eine deutliche Verbesserung der Profitabilität. Der vergleichbare Umsatz kletterte um 8 Prozent auf 19,1 Milliarden Euro, während die Auftragseingänge sogar um 10 Prozent auf 21,4 Milliarden Euro zulegten. Besonders bemerkenswert ist der Auftragsbestand, der zum Quartalsende den Rekordwert von 120 Milliarden Euro erreichte.
Auf den ersten Blick könnte das Nettoergebnis irritieren: Es sank von 3,9 auf 2,2 Milliarden Euro. Dieser Rückgang ist jedoch rein technisch bedingt, da im Vorjahresquartal ein einmaliger Buchgewinn von 2,1 Milliarden Euro aus dem Verkauf der Innomotics-Sparte enthalten war. Bereinigt um diesen Sondereffekt verbesserte sich die Gewinnmarge des Industriegeschäfts spürbar von 14,1 auf 15,6 Prozent.
Die Treiber: Digitalisierung und Infrastruktur
Verantwortlich für den Aufschwung sind vor allem die Sparten Digital Industries und Smart Infrastructure. Erstere profitierte von starken Geschäften in den USA und China, was die Gewinnmarge auf 17,8 Prozent hievte. Besonders das Softwaresegment verzeichnete mehrere größere Vertragsabschlüsse.
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Noch stärker präsentierte sich der Bereich Smart Infrastructure mit einem Allzeithoch beim Auftragseingang von 7,2 Milliarden Euro. Die Marge sprang hier auf beeindruckende 19,0 Prozent, getrieben durch die hohe Nachfrage nach Elektrifizierungslösungen in Europa und den USA. Auch die Mobility-Sparte steuerte mit Großaufträgen für Regionalzüge in Deutschland und Metrozüge in Frankreich solides Wachstum bei.
Ausblick und Dividende
Als direkte Konsequenz aus dem starken operativen Geschäft hob der Konzern seine Prognose für das Geschäftsjahr 2026 an. Das bereinigte Ergebnis je Aktie wird nun in einer Spanne von 10,70 bis 11,10 Euro erwartet – zuvor lag das obere Ende bei 11,00 Euro.
Parallel dazu stimmten die Aktionäre auf der Hauptversammlung einer Dividendenerhöhung zu. Für das abgelaufene Geschäftsjahr erhalten Anleger 5,35 Euro je Anteilsschein, was einer Steigerung von 15 Cent entspricht. Mit dem massiven Auftragsbestand im Rücken und der angehobenen EPS-Prognose sendet das Management ein klares Signal der Stärke für den weiteren Jahresverlauf.
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