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Symbolbild, KI-generiert

Siemens Aktie: 6 Milliarden Euro Rückkauf geplant

Goldman Sachs hebt Kursziel für Siemens auf 290 Euro an. Neues Aktienrückkaufprogramm über sechs Milliarden Euro geplant.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Kursziel von Goldman Sachs auf 290 Euro angehoben
  • Sechs Milliarden Euro für Aktienrückkäufe eingeplant
  • Digital Industries treibt mit Software-Wachstum
  • Mobility senkt Umsatzprognose für das Jahr

Ein Auftragsbestand von 124 Milliarden Euro liefert dem Münchner Industriekonzern ein massives Polster. Die US-Investmentbank Goldman Sachs zieht daraus nun Konsequenzen und schraubt die Erwartungen für Siemens deutlich nach oben. Am Markt stützt diese Einschätzung den Kurs: Die Aktie notiert am Mittwoch bei 258,50 Euro und rückt damit wieder in Schlagdistanz zu ihrem Jahreshoch.

Milliarden für eigene Aktien

Analystin Daniela Costa hob das Kursziel für die Siemens-Papiere kräftig von 235 auf 290 Euro an. Die Einstufung bleibt auf „Buy“. Als Treiber sieht die Expertin höhere Schätzungen für Auftragseingang und Umsätze, die sich positiv auf das operative Ergebnis auswirken. Für das Geschäftsjahr 2027 rechnet Goldman Sachs mit Werten, die spürbar über den bisherigen Markterwartungen liegen.

Parallel dazu liefert eine Ankündigung aus der Zentrale ein starkes Argument für Investoren. Finanzvorständin Veronika Bienert stellte ein neues Aktienrückkaufprogramm in Aussicht. In den kommenden fünf Jahren plant Siemens, bis zu sechs Milliarden Euro für eigene Papiere aufzuwenden. Das alte Programm läuft aus, der geplante nahtlose Übergang sichert Aktionären weiterhin eine hohe Kapitalrückführung.

Licht und Schatten in den Sparten

Fundament untermauert wird die positive Stimmung durch die jüngsten Quartalszahlen. Zwar sank der Konzerngewinn zwischen Januar und März um acht Prozent, was allerdings auf einen Sondereffekt im Vorjahr zurückgeht. Währungsbereinigt verzeichnete Siemens ein Umsatzplus von sechs Prozent. Besonders der Free-Cash-Flow überzeugte mit einem rasanten Anstieg auf gut 1,7 Milliarden Euro.

Auf Segmentebene zieht vor allem die Sparte Digital Industries das Wachstum. Das margenstarke Softwaregeschäft kurbelte das Ergebnis hier um 35 Prozent an. Folgerichtig hob der Vorstand die Jahresprognose für diesen Bereich an. Auch Smart Infrastructure meldete einen neuen Rekord beim Auftragseingang.

Einen Dämpfer kassierte indes die Zugsparte. Mobility muss die Erwartungen für das laufende Jahr kappen und rechnet nur noch mit einem Umsatzwachstum von maximal sieben Prozent. Auf Konzernebene hält das Management jedoch Kurs und bestätigt die Gesamtjahresziele.

Der charttechnische Trend spricht aktuell für die Münchner. Mit einem RSI von gut 81 gilt die Aktie kurzfristig zwar als überkauft, notiert aber mit einem Abstand von über acht Prozent komfortabel über ihrer 200-Tage-Linie. Den nächsten fundamentalen Datenpunkt liefert Siemens im August mit den Zahlen für das dritte Quartal. Dann muss die Sparte Digital Industries beweisen, ob sie das angehobene Margenziel von bis zu 19 Prozent in der Praxis realisieren kann.

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