Nach mehr als 40 Jahren schließt Siemens seinen traditionsreichen Standort in Nürnberg-Moorenbrunn. Die bisherige weltweite Zentrale der Sparte Digital Industries zieht um. Der DAX-Konzern bündelt seine Kräfte im benachbarten Erlangen. Das Management treibt damit den Umbau zur reinen Technologie-Firma konsequent voran.
Tausende Mitarbeiter ziehen um
Der regionale Großumbau betrifft insgesamt rund 4.000 Mitarbeiter. Bis zum Sommer verlassen allein 2.000 Beschäftigte das Areal in Moorenbrunn. Der Großteil von ihnen wechselt an den modernen Siemens-Campus in Erlangen. Ein kleinerer Teil bezieht neue Arbeitsplätze am Produktionsstandort Fürth.
Der Abschied kommt mit Ansage. Siemens hatte die Gebäude bereits vor zehn Jahren an eine Immobilienfirma verkauft. Seither war der Konzern dort nur noch Mieter. Diese Verträge laufen nun aus. Die Folge: Das Management zieht den endgültigen Schlussstrich. Eine Sanierung der alten Infrastruktur wäre schlicht unwirtschaftlich.
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Fokus auf den neuen Campus
Künftig konzentriert Siemens seine Software- und Automatisierungskompetenz in der nahen Hugenottenstadt. Auf dem dortigen Campus arbeiten bald mehr als 20.000 Menschen für den Mutterkonzern. Das Management will damit Schnittstellen reduzieren und die interne Zusammenarbeit verbessern. Analysten werten diesen Schritt als strukturell vorteilhaft für die künftige Margenentwicklung.
An der Börse verpufft die Nachricht ohne große Ausschläge. Investoren hatten die Bereinigung des Immobilienportfolios längst erwartet. Die Siemens-Aktie ging am Freitag bei 267,25 Euro aus dem Xetra-Handel. Damit behauptet das Papier sein starkes Jahresplus von rund elf Prozent.
Der Aufwärtstrend bleibt intakt. Mit einem RSI-Wert von 69 deutet die Marktdynamik auf anhaltendes Kaufinteresse hin. Das 52-Wochen-Hoch von 272,20 Euro aus dem Mai liegt in greifbarer Nähe. Gelingt der Ausbruch über diese Marke, ist der Weg für weitere Kursgewinne aus charttechnischer Sicht frei.
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