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Symbolbild, KI-generiert

Siemens: 1 Milliarde KI-Budget in USA

Siemens droht mit Verlagerung von Milliarden-Investitionen in KI in die USA und nach China, falls die EU ihre Regulierung nicht lockert. CEO Busch kritisiert den EU-KI-Act und fordert eine Trennung von Industrie- und Verbraucher-KI.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Milliarden-Investitionen für KI gefährdet
  • Kritik an EU-KI-Act und Data Act
  • CEO Busch droht mit Abzug nach Übersee
  • Siemens-Aktie steigt um über drei Prozent

Siemens setzt ein milliardenschweres Ultimatum. Wenn die Europäische Union ihre strengen KI-Regeln nicht lockert, fließt das Geld nach Übersee. CEO Roland Busch fordert eine klare Trennung zwischen industrieller und privater künstlicher Intelligenz.

Kritik an Brüsseler Regulierung

Der Technologiekonzern hat rund eine Milliarde Euro für industrielle KI reserviert. Ein Großteil dieses Budgets könnte nun in die USA und nach China abwandern. Busch kritisierte auf der Hannover Messe den EU-KI-Act und den Data Act scharf. Diese Gesetze behandeln Maschinendaten wie persönliche Verbraucherdaten. Die Folge: zusätzliche Aufsichtsebenen für ohnehin stark regulierte Industriebereiche.

In Berlin stößt der Siemens-Chef auf offene Ohren. Bundeskanzler Friedrich Merz stellte sich auf der Messe hinter Busch. Europa brauche mehr regulatorischen Spielraum für industrielle KI, um die Produktivität zu steigern. Merz versprach, das aktuelle Gesetzeskorsett wo möglich zu lockern. Die Zeit drängt. Am 2. August tritt der EU-KI-Act vollständig in Kraft.

Umbau im eigenen Haus

Die Europäische Kommission will Meldeprozesse zwar vereinfachen. Busch reicht das aber nicht aus. Er sieht strukturelle Probleme, die den Konzern ausbremsen. Siemens baut aktuell seine Organisation massiv um. Unter dem Programm „One Tech Company“ teilt das Management große Sparten in kleinere Einheiten auf. So sollen Hardware und Software enger verschmelzen.

An der Börse kommt der harte Kurs gut an. Die Siemens-Aktie klettert am Montag um 3,37 Prozent auf 251,30 Euro. Damit summiert sich das Monatsplus auf fast 24 Prozent.

Der Kurs nähert sich zügig dem Jahreshoch von rund 261 Euro. Auch den 50-Tage-Durchschnitt ließ das Papier deutlich hinter sich.

Fokus auf die Bilanz

Im Mai legt Siemens die Zahlen für das zweite Quartal vor. Spätestens dann muss das Management zeigen, wie sich der Umbau in den Büchern niederschlägt. Die politische Debatte um den Standort Europa wird den Konzern bis dahin weiter begleiten.

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