Shell liefert im ersten Quartal 2026 ein zweigeteiltes Bild. Auf der einen Seite sprudeln die Gewinne im Energiehandel. Auf der anderen Seite belasten Konflikte im Nahen Osten die Produktion massiv. Die heute veröffentlichten Konsensschätzungen von Vara Research zeigen die Dimension dieser Kluft.
Raffinerien fangen Ausfälle auf
Das operative Geschäft profitiert stark von den globalen Verwerfungen. Der Ölhandel des Konzerns verzeichnete im ersten Quartal deutliche Zuwächse. Parallel dazu steigt die erwartete Raffineriemarge von 14 auf 17 US-Dollar pro Barrel.
Auch die Sparte für erneuerbare Energien legt zu. Hier rechnet das Management mit einem bereinigten Gewinn von bis zu 0,7 Milliarden US-Dollar. Das ist ein deutlicher Sprung gegenüber dem Vorquartal.
Schäden in Katar belasten
Die Folge: sinkende Fördermengen. Die Gasproduktion fällt voraussichtlich auf maximal 920 Tausend Barrel Öläquivalent pro Tag. Ein Hauptgrund dafür sind Ausfälle in Katar. Dort wurde die Pearl-GTL-Anlage bei Angriffen beschädigt.
Die Reparatur des zweiten Strangs dauert laut Unternehmensangaben rund ein Jahr. Auch das Upstream-Geschäft schwächelt leicht. Erhöhte Kosten für langfristige Schiffsleasingverträge belasten die Bilanz zusätzlich.
Aktie im Aufwind, Analysten uneins
An der Börse überwiegt der Optimismus. Die Shell-Aktie notiert aktuell bei 38,16 Euro und verbucht heute ein Plus von 1,72 Prozent. Seit Jahresbeginn steht ein Zuwachs von über 18 Prozent auf der Kurstafel.
Analysten bewerten die Lage unterschiedlich. Scotiabank stufte das Papier kürzlich auf „Strong Buy“ hoch. Morgan Stanley senkte das Rating hingegen auf „Equal Weight“.
Der Kalender für die kommenden Wochen ist dicht gedrängt. Am 1. Mai endet das laufende Aktienrückkaufprogramm des Konzerns. Wenige Tage später veröffentlicht Shell die offiziellen Quartalszahlen.
Am 7. Mai liefern diese Daten den konkreten Beweis, ob die starken Handelsgewinne die Produktionsausfälle vollständig kompensieren. Kurz darauf stimmt die Hauptversammlung am 19. Mai über den weiteren Kurs ab.
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