Bei Shell stehen die Zeichen auf Umverteilung. Während das aktuelle Aktienrückkaufprogramm in seine letzte Woche geht, rückt die kommende Hauptversammlung in den Fokus. Dort steht eine massive Gehaltserhöhung für Konzernchef Wael Sawan zur Abstimmung.
US-Standards für die Chefetage
Die vorgeschlagene Vergütungspolitik hat es in sich. Das maximale Gehalt von Sawan könnte auf 20,3 Millionen Pfund steigen. Der Aufsichtsrat will die langfristigen Anreize drastisch anheben, um zu den hoch bezahlten US-Konkurrenten aufzuschließen. Bei außergewöhnlicher Leistung winken künftig bis zu 900 Prozent des Grundgehalts.
Im vergangenen Jahr kassierte der CEO bereits 13,8 Millionen Pfund. Das war der höchste Wert für diesen Posten seit 2018. Inklusive möglicher Kursgewinne bei den Aktienoptionen könnte das neue Paket theoretisch sogar die Marke von 27 Millionen Pfund knacken.
Das Management argumentiert mit der globalen Wettbewerbsfähigkeit. Nur mit Spitzengehältern ließe sich das Führungspersonal halten, das den Konzernumbau erfolgreich vorantreibt. Tatsächlich hat Shell den breiten Markt seit dem Strategiewechsel deutlich hinter sich gelassen.
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Rückkaufprogramm auf der Zielgeraden
Parallel dazu verknappt der Energiekonzern weiterhin seine Papiere. Allein am Donnerstag und Freitag erwarb Shell rund 2,7 Millionen eigene Aktien über europäische Handelsplätze. Diese Transaktionen gehören zu dem laufenden Mandat, das am 1. Mai offiziell ausläuft.
An der Börse verabschiedete sich die Aktie am Freitag mit einem leichten Minus bei 38,05 Euro ins Wochenende. Kurzfristige Schwankungen trüben das Gesamtbild kaum. Seit Jahresbeginn steht ein Plus von gut 18 Prozent auf der Kurstafel. Der Kurs bewegt sich weit über der 200-Tage-Linie.
Die kommende Woche liefert konkrete Termine. Mit dem Ende des aktuellen Rückkaufprogramms am Freitag erwarten Investoren Details zur nächsten Phase der Kapitalrückführung. Zeitgleich veröffentlichen die großen Stimmrechtsberater ihre Empfehlungen zur neuen Vergütungspolitik. Das Votum auf der Hauptversammlung dürfte angesichts der geplanten Aufschläge intensiv diskutiert werden.
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