Startseite » News zu Unternehmen » Analystenstimmen » Shell Aktie: Drei Katalysatoren, ein Zeitfenster

Shell Aktie: Drei Katalysatoren, ein Zeitfenster

Shell steht vor einer ereignisreichen Woche mit einem Milliarden-Deal in Südafrika, dem Auslaufen des Aktienrückkaufs und den anstehenden Quartalszahlen, die alle den Kurs beeinflussen könnten.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Milliarden-Verkauf des Tankstellennetzes in Südafrika
  • Aktienrückkaufprogramm endet Anfang Mai
  • Gemischte operative Aussichten für Q1
  • Aktie notiert technisch überverkauft

Shell startet in eine Woche, die es in sich hat. Ein Milliarden-Deal in Südafrika, ein auslaufendes Rückkaufprogramm und nahende Quartalszahlen — alles gleichzeitig, alles mit Kurswirkung.

ADNOC als Käufer für Südafrika

Der größte Newsflow kommt aus Afrika. Shell verhandelt laut Bloomberg mit ADNOC, dem staatlichen Ölkonzern Abu Dhabis, über den Verkauf seines südafrikanischen Tankstellennetzes. Der Kaufpreis liegt bei rund einer Milliarde Dollar.

ADNOC ist ins Rennen eingestiegen, nachdem Gespräche mit dem Rohstoffhändler Gunvor gescheitert waren. Eine Einigung könnte noch in diesem Quartal folgen. Im Paket enthalten: 600 Tankstellen, was ADNOC einen Marktanteil von etwa zehn Prozent in Südafrika verschaffen würde.

Shell ist seit 1902 in Südafrika präsent. Der Rückzug passt zu einem breiteren Muster: Internationale Ölmajore ziehen sich aus dem südafrikanischen Kraftstoffeinzelhandel zurück.

Rückkauf läuft aus — was kommt danach?

Das laufende Aktienrückkaufprogramm über 3,5 Milliarden Dollar endet am 1. Mai. Es ist das 17. Quartal in Folge, in dem Shell mindestens drei Milliarden Dollar für Rückkäufe aufwendet.

Anleger rechnen fest damit, dass Shell beim Q1-Ergebnis am 7. Mai ein neues Rückkaufvolumen ankündigt. Das wäre keine Überraschung — es wäre die Fortsetzung einer Routine, die der Markt längst eingepreist hat.

Anzeige

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Shell?

Q1-Zahlen: Licht und Schatten

Der operative Ausblick für das erste Quartal ist gemischt. Im Bereich Integrated Gas sinkt die Produktion gegenüber dem Vorquartal spürbar — Qatarische Volumenseffekte belasten. Auf der Gegenseite steigt die Raffineriemarge deutlich auf rund 17 Dollar je Barrel, und das Handels- und Optimierungsgeschäft entwickelt sich stärker als zuletzt.

Belastend: Der Konzern erwartet einen Mittelabfluss aus dem Working Capital von zehn bis 15 Milliarden Dollar. Die Nettoverschuldung steigt durch Leasingneubewertungen im Schifffahrtsbereich um weitere drei bis vier Milliarden Dollar.

Am 29. April veröffentlicht Vara Research den Konsensus — eine Woche vor den eigentlichen Ergebnissen. Das gibt dem Markt Zeit, Erwartungen zu justieren.

Kurs unter Druck, Struktur intakt

Die Aktie hat in den vergangenen 30 Tagen acht Prozent verloren und notiert mit 37,24 Euro deutlich unter ihrem Jahreshoch von 40,64 Euro. Der RSI liegt bei 36,5 — technisch überverkauft. Auf Jahressicht steht dennoch ein Plus von fast 30 Prozent.

Das Rückkaufende am 1. Mai und die Quartalszahlen am 7. Mai bilden das nächste konkrete Zeitfenster. Bis dahin dürfte der Südafrika-Deal das bestimmende Thema bleiben — ein Abschluss noch im April würde die Bilanz entlasten und Shells Rückzug aus dem Downstream-Geschäft weiter vorantreiben.

Anzeige

Shell-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Shell-Analyse vom 19. April liefert die Antwort:

Die neusten Shell-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Shell-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 19. April erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Shell: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

Diskussion zu Shell

Shell Chart