Die Zahlen laufen, der Kurs hinkt hinterher. SFC Energy hat die Gewinnprognose für 2026 innerhalb von gut zwei Monaten ein zweites Mal angehoben. Die Aktie reagiert darauf bislang zurückhaltend.
Prognose steigt erneut
Der bereinigte operative Gewinn (Ebitda) soll 2026 laut dem Unternehmen zwischen 36,0 und 38,0 Millionen Euro liegen. Das teilte der Brennstoffzellenspezialist am späten Donnerstagabend mit. Mitte August hatte SFC die Spanne erst auf 31,5 bis 34,0 Millionen Euro hochgesetzt.
Auch diesmal spielt das Ukrainegeschäft eine zentrale Rolle in der Begründung. An der im August angehobenen Umsatzprognose hält das Management dagegen fest.
Neun Monate im Rückblick
Die ersten drei Quartale liefern die Basis für den Optimismus. Der Umsatz wuchs um fast ein Drittel auf knapp 133 Millionen Euro. Das bereinigte Ebitda sprang von 10,8 auf 33,7 Millionen Euro.
Damit hat SFC den größten Teil der neuen Jahresspanne bereits erreicht. Das untere Ende der Prognose lässt für das Schlussquartal rechnerisch nur noch einen kleinen Beitrag erwarten.
Chart bleibt hinter den Zahlen zurück
Im XETRA-Handel legte die Aktie zeitweise leicht auf 18,40 Euro zu. Seit Jahresbeginn steht ein Plus von rund 50 Prozent zu Buche. Dennoch wirkt das Chartbild angesichts der Rekordzahlen eher ernüchternd, vor allem seit dem Mai-Hoch oberhalb von 24 Euro.
Ein Grund könnte die Struktur des Wachstums sein. Ein wesentlicher Teil der aktuellen Auftragsdynamik stammt aus Defence-Großaufträgen. Solche Projekte lassen sich nicht einfach in die Zukunft fortschreiben. Marktteilnehmer scheinen deshalb einen Teil der starken Ergebnisse bereits als Sonderkonjunktur zu behandeln.
Wie nachhaltig die Nachfrage ausfällt, dürften die Zahlen zum Schlussquartal zeigen. Bis dahin markiert die Marke von 24 Euro aus dem Mai die Messlatte, an der sich die Erholung der Aktie messen lassen muss.
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