Während alle auf die großen Tech-Konzerne schauen, mischt ein Satelliten-Betreiber aus Luxemburg leise aber bestimmt im milliardenschweren 5G-Markt mit. SES beteiligte sich diese Woche an einer bedeutenden Demonstration für Direct-to-Device-Dienste – und positioniert sich damit als Schlüsselplayer für die nächste Generation globaler Konnektivität. Doch was bedeutet das für den kürzlich durch die Intelsat-Übernahme gestärkten Konzern?
Strategische Partnerschaften für die Zukunft
Unter der Führung von Thales Alenia Space für die französische Raumfahrtbehörde CNES brachte die Demonstration alle großen Player an einen Tisch: Neben SES waren Capgemini, Thales, Orange und Qualcomm beteiligt. Die Aufgabe von SES: Die Implementierungsaspekte fortschrittlicher 5G-D2D-Dienste zu untersuchen. Diese Technologie soll künftig nahtlose Konnektivität auch in entlegenen Regionen ermöglichen, wo terrestrische Netze nicht ausreichen.
Mega-Übernahme schafft neuen Giganten
Hinter der gestiegenen Schlagkraft von SES steht ein gewaltiger Coup: Erst im Juli vollzog das Unternehmen die etwa 3,1 Milliarden Dollar schwere Übernahme von Intelsat. Die Fusion schuf einen globalen Satellitenbetreiber mit über 120 Satelliten in GEO- und MEO-Umlaufbahnen. Die kombinierte Entity kommt auf Pro-Forma-Umsätze von 3,7 Milliarden Euro und ein bereinigtes EBITDA von 1,8 Milliarden Euro.
Regierungsaufträge treiben Wachstum
Die strategische Ausrichtung zeigt bereits Früchte. Anfang August sicherte sich SES Space & Defense einen 89,6-Millionen-Dollar-Vertrag über fünf Jahre vom US-Militär für kommerzielle Satellitenkommunikationsdienste. Bereits im ersten Quartal 2025 hatte das Unternehmen Neugeschäft und Vertragsverlängerungen im Wert von 360 Millionen Euro vermeldet, angetrieben durch das Networks-Segment.
Langfristiger Ausblick mit Dividendensignal
Die Intelsat-Übernahme soll nicht nur die Marktposition stärken, sondern auch Aktionäre belohnen: Sobald die Verschuldung unter die Dreifach-Marke fällt – erwartet binnen 12-18 Monaten – plant SES eine Dividendenerhöhung. Die jüngste 5G-Initiative unterstreicht die ambitionierte Wachstumsstrategie des Unternehmens, auch wenn unmittelbare finanzielle Auswirkungen noch nicht quantifizierbar sind.
Die Aktie zeigte sich am Montag nahezu unverändert – für Anleger bleibt die Frage, wann das Marktpotenzial dieser strategischen Weichenstellungen im Kurs vollständig ankommen wird.
SES-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue SES-Analyse vom 19. Juni liefert die Antwort:
Die neusten SES-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für SES-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 19. Juni erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
SES: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...
