Startseite » News zu Unternehmen » Analystenstimmen » ServiceNow: Jensen Huang eröffnet Knowledge 2026

ServiceNow: Jensen Huang eröffnet Knowledge 2026

ServiceNow kämpft nach einem historischen Kursrutsch um Vertrauen. Die Hausmesse in Las Vegas soll mit neuer KI-Strategie überzeugen.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Schwerster Kurssturz der Firmengeschichte
  • Umsatzwachstum von 22 Prozent erzielt
  • Milliardenschwere Übernahme belastet Marge
  • Fokus auf autonome KI-Agenten gelegt

Wenn sich ab morgen die IT-Welt in Las Vegas versammelt, steht ServiceNow unter Beobachtung. Die Hausmesse „Knowledge 2026“ beginnt nur wenige Tage nach dem historisch schwersten Kurssturz der Unternehmensgeschichte. Ein Minus von rund 18 Prozent an einem einzigen Handelstag hat Anleger tief verunsichert.

Starkes Wachstum, schwacher Ausblick

Auf den ersten Blick lieferte der Softwarekonzern im abgelaufenen Quartal solide Zahlen. Der Umsatz kletterte um gut 22 Prozent auf 3,77 Milliarden US-Dollar. Parallel dazu hob das Management die Prognose für KI-basierte Erlöse an.

Die Börse strafte die Aktie dennoch ab. Verzögerte Vertragsabschlüsse im Nahen Osten und ein enttäuschender Ausblick auf die verbleibenden Leistungsverpflichtungen drückten massiv auf die Stimmung. Seit Jahresbeginn summiert sich der Kursverlust auf über 40 Prozent.

Margendruck durch Milliardenübernahme

Ein zentraler Streitpunkt unter Investoren bleiben die steigenden Kosten. Die abgeschlossene, 7,75 Milliarden Dollar schwere Übernahme des IT-Sicherheitsunternehmens Armis belastet die Profitabilität. Für das Gesamtjahr rechnet ServiceNow mit einem spürbaren Gegenwind bei der operativen Marge.

CEO Bill McDermott will gegensteuern. Der Konzern plant, die Gesamtbelegschaft trotz der Integration konstant zu halten. Interne Prozesse sollen durch künstliche Intelligenz deutlich effizienter werden.

Autonome KI als Hoffnungsträger

Genau diese Technologie steht im Zentrum der Konferenz. ServiceNow vollzieht einen strategischen Schwenk von assistierender hin zu autonom handelnder KI. Sogenannte „Agentic AI“ soll künftig komplexe Arbeitsschritte in Unternehmen selbstständig planen und ausführen.

Prominente Unterstützung erhält McDermott beim Eröffnungsvortrag von Nvidia-Chef Jensen Huang. Beide Unternehmen kooperieren eng, um KI-Agenten in Unternehmensabläufe zu integrieren. Passend dazu rollt ServiceNow am 5. Mai sein neues „Australia“-Plattform-Update aus, das diese Funktionen im großen Stil verfügbar macht.

Skepsis trifft auf günstige Bewertung

Die Nervosität am Markt ist messbar. Leerverkaufsquoten stiegen zuletzt um rund 30 Prozent. Investmentbanken wie Goldman Sachs und Evercore senkten ihre Kursziele auf 163 beziehungsweise 140 US-Dollar.

Dennoch sehen viele Marktbeobachter in dem Ausverkauf eine Chance. Mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von 21 wird die Aktie so günstig gehandelt wie seit Jahren nicht mehr. Die dreitägige Messe in Las Vegas dient nun als direkter Härtetest. Überzeugt die Präsentation der neuen autonomen KI-Funktionen die anwesenden Großkunden, liefert das den dringend benötigten Impuls für eine Stabilisierung der Aktie.

Anzeige

ServiceNow-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue ServiceNow-Analyse vom 19. August liefert die Antwort:

Die neusten ServiceNow-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für ServiceNow-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 19. August erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

ServiceNow: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

Diskussion zu ServiceNow

Felix Baarz

Felix Baarz ist Wirtschaftsjournalist mit mehr als 15 Jahren Erfahrung in der Berichterstattung über internationale Finanzmärkte. Als gebürtiger Kölner begann er seine Laufbahn bei einer deutschen Fachpublikation, bevor er für sechs Jahre nach New York zog.

In New York berichtete er direkt aus dem Zentrum der globalen Finanzwelt über Entwicklungen an der Wall Street und wirtschaftspolitische Entscheidungen von internationaler Tragweite. Diese Zeit prägte seine analytische Herangehensweise an komplexe Wirtschaftsthemen.

Heute arbeitet Baarz als freier Journalist für führende deutschsprachige Wirtschafts- und Finanzmedien. Seine Schwerpunkte liegen auf der fundierten Analyse globaler Finanzmärkte und der verständlichen Aufbereitung wirtschaftspolitischer Zusammenhänge. Neben seiner schriftlichen Arbeit moderiert er Fachdiskussionen und nimmt an Expertenrunden teil.

Sein journalistischer Ansatz kombiniert tiefgreifende Recherche mit präziser Analyse, um Lesern Orientierung in einer sich wandelnden Wirtschaftswelt zu bieten.