Starke operative Zahlen, schwacher Aktienkurs — bei ServiceNow klaffen Anspruch und Marktrealität derzeit weit auseinander. Das Softwareunternehmen hat sein Umsatzziel für künstliche Intelligenz drastisch angehoben. An der Börse verlor das Papier seit Jahresbeginn rund 41 Prozent an Wert. Am 4. Mai muss das Management in Las Vegas liefern.
KI-Ziele steigen rasant
CEO Bill McDermott geht mit reichlich Rückenwind in den anstehenden Analystentag. Das Umsatzziel für die KI-Suite „Now Assist“ kletterte für 2026 von einer auf mindestens 1,5 Milliarden US-Dollar. Treiber dieser Entwicklung ist eine breite Akzeptanz bei Großkunden.
Die Vertragsstrukturen wandeln sich parallel dazu massiv. Bereits die Hälfte des Neugeschäfts basiert nicht mehr auf klassischen Nutzerlizenzen, sondern auf verbrauchsbasierten Modellen wie Token. Analysten erhoffen sich vom Management nächste Woche detaillierte Einblicke, wie dieses Preismodell das langfristige Wachstum stützt.
Zukäufe belasten die Marge
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Integration jüngster Übernahmen. Der acht Milliarden Dollar schwere Zukauf des Cybersecurity-Spezialisten Armis verschafft ServiceNow ein komplettes Sicherheits-Ökosystem. Die Software läuft bereits bei neun der zehn größten US-Unternehmen.
Dieser Ausbau hat seinen Preis. Finanzchefin Gina Mastantuono rechnet erst für 2027 mit einer Normalisierung der Margen. Integrationskosten und Abschreibungen drückten die Bruttomarge nach US-GAAP im ersten Quartal spürbar.
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Volle Auftragsbücher treffen auf Skepsis
Trotz der operativen Fortschritte bleibt die Zurückhaltung an der Wall Street spürbar. Investoren hinterfragen branchenweit das Tempo der KI-Monetarisierung. Analysten senkten zuletzt reihenweise ihre Kursziele, halten aber mehrheitlich an Kaufempfehlungen fest.
Ein Blick in die Auftragsbücher stützt den Optimismus der Bullen. Die ausstehenden Leistungsverpflichtungen summieren sich auf 27,7 Milliarden Dollar. Das entspricht einem währungsbereinigten Wachstum von gut 23 Prozent gegenüber dem Vorjahr.
Der Financial Analyst Day am 4. Mai dient als Bühne für den neuen Langfristplan. Das Management wird dort den Zeitplan für die KI-Umsatzbeschleunigung und die genauen Auswirkungen der verbrauchsbasierten Preismodelle offenlegen.
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