ServiceNow-Aktien notieren auf dem tiefsten Stand seit über einem Jahr. Trotz 20-prozentigen Umsatzwachstums in drei aufeinanderfolgenden Quartalen hat die Aktie seit Jahresbeginn rund 32 Prozent verloren — und liegt damit weit hinter dem breiten Technologiesektor zurück. Am 22. April folgen die Q1-Zahlen.
Warum der Kurs so stark unter Druck steht
Der jüngste Kursrückgang hat einen konkreten Auslöser: Stifel Nicolaus kappte sein Kursziel von 180 auf 135 US-Dollar und verwies auf deutlich schwächere Ausgaben der US-Bundesbehörden. Das Department of Government Efficiency (DOGE) hat in den ersten Monaten des Jahres 2026 aggressiv Bundesverträge für Software gestrichen — ein direkter Gegenwind für ServiceNow, das traditionell stark im öffentlichen Sektor verankert ist.
Wells Fargo zog nach und senkte sein Kursziel von 225 auf 185 US-Dollar, behielt aber die Einstufung „Overweight“ bei. Das Haus sieht die Q1-Zahlen als weniger entscheidend an — wichtiger seien die bevorstehende Knowledge Conference und der Investorentag als Kurstreiber.
Zusätzlich belastet eine technische Verschiebung: Der Wechsel von selbst gehosteten Lösungen hin zu Hyperscaler-basierten Angeboten dürfte das Wachstum der Abonnementerlöse im ersten Quartal um rund 150 Basispunkte belasten. Auch die kürzlich abgeschlossene Übernahme von Armis für über 7,75 Milliarden US-Dollar lastet auf der Stimmung.
Fundamentale Stärke trifft auf günstigere Bewertung
Benchmark initiierte die Aktie neu mit einem Kaufrating und einem Kursziel von 125 US-Dollar — deutlich unter dem Analystenkonsens von 230,84 US-Dollar (32 Analysten, Einstufung: „Strong Buy“). Das Haus argumentiert, dass der rund 50-prozentige Rückgang vom Jahreshoch 2024 eine attraktive Einstiegsgelegenheit biete, da die KI-Monetarisierung strukturell intakt sei.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei ServiceNow?
Die Fundamentaldaten stützen diese Sichtweise: 2025 wuchs der Umsatz auf 13,28 Milliarden US-Dollar (+20,9 Prozent), der Gewinn stieg auf 1,75 Milliarden US-Dollar (+22,7 Prozent). Für 2026 erwartet das Unternehmen Abonnementerlöse zwischen 15,53 und 15,57 Milliarden US-Dollar — ein Wachstum von 19,5 bis 20 Prozent auf konstanter Währungsbasis. Allein im vierten Quartal 2025 schloss ServiceNow 244 Deals mit einem Netto-Jahresvertragswert von jeweils über einer Million US-Dollar ab.
Der erste Belastungstest
Am 22. April legt ServiceNow seine Q1-Ergebnisse vor. Der Analystenkonsens erwartet Erlöse von 3,75 Milliarden US-Dollar — ein Plus von rund 21 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal. Das Unternehmen selbst prognostiziert Abonnementerlöse zwischen 3,65 und 3,655 Milliarden US-Dollar, was einem Wachstum von 18,5 bis 19 Prozent auf konstanter Währungsbasis entspricht.
Die Zahlen werden zeigen, wie stark der Bundeshaushalt tatsächlich auf das Geschäft durchschlägt. Analysten rechnen damit, dass sich das Wachstum im weiteren Jahresverlauf beschleunigt — getrieben durch steigende KI-Nutzung und auslaufende Pandemie-Verträge, die zur Erneuerung anstehen.
ServiceNow-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue ServiceNow-Analyse vom 4. April liefert die Antwort:
Die neusten ServiceNow-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für ServiceNow-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 4. April erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
ServiceNow: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...
