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ServiceNow Aktie: Warten auf Zahlen

Die ServiceNow-Aktie erholt sich leicht nach deutlichem Kursrückgang. Der Fokus liegt nun auf dem anstehenden Quartalsbericht, der die Richtung vorgeben und Details zur KI-Partnerschaft mit OpenAI liefern soll.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Kurs steigt nach Erreichen eines 52-Wochen-Tiefs
  • Quartalszahlen und Ausblick für 2026 entscheidend
  • Strategische KI-Kooperation mit OpenAI gestartet
  • Analysten zeigen gemischtes Bild vor Bericht

Nach einem deutlichen Rücksetzer in den vergangenen Wochen versucht die ServiceNow-Aktie eine Bodenbildung. Am Donnerstag legte der Kurs um 2,64 % auf 128,56 US-Dollar zu – wenige Tage, nachdem ein neues 52-Wochen-Tief um 123,78 Dollar markiert wurde. Im Fokus steht nun der anstehende Quartalsbericht in der kommenden Woche, der die kurzfristige Richtung vorgeben dürfte.

Kurze Erholung nach starkem Rückgang

Der jüngste Tagesanstieg bringt den Aktionären eine erste Verschnaufpause, ändert aber das übergeordnete Bild noch nicht grundlegend. Innerhalb eines Monats hat die Aktie rund 17,9 % an Wert verloren. Die Marktkapitalisierung liegt damit bei etwa 130 Milliarden US-Dollar und deutlich unter früheren Höchstständen.

Aus technischer Sicht bleibt die Lage angespannt. Der Kurs kämpft um die Zone um 125 Dollar als kurzfristige Unterstützung. Der Sprung auf 128,56 Dollar ist ein erster positiver Schritt, die Aktie notiert jedoch weiterhin klar unter ihrem 50- und 200-Tage-Durchschnitt – ein Zeichen für einen intakten Abwärtstrend.

Wichtige Marken im Überblick:

  • Untere Unterstützung: 123,78 US-Dollar (aktuelles 52-Wochen-Tief)
  • Nächster Widerstand: 131,35 US-Dollar (jüngere Tageshoch-Zone)

Entscheidender Katalysator: Q4-Zahlen am Mittwoch

Am Mittwoch nach US-Börsenschluss legt ServiceNow die Zahlen für das vierte Quartal und das Gesamtjahr 2025 vor. Der Bericht gilt als wesentlicher Impulsgeber für die Aktie auf kurze Sicht.

Die Konsensschätzungen der Analysten liegen bei:

  • Gewinn je Aktie (EPS): rund 0,87 US-Dollar
  • Umsatz: etwa 3,53 Milliarden US-Dollar

Entscheidend dürfte nicht nur sein, ob diese Erwartungen erreicht oder übertroffen werden. Besonders genau werden Investoren auf den Ausblick für 2026 achten – vor allem darauf, wie stark neue KI-Angebote in den kommenden Quartalen zum Wachstum beitragen sollen.

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KI-Offensive mit OpenAI

Ein Kernpunkt der aktuellen Story ist der Ausbau der Aktivitäten im Bereich Künstliche Intelligenz. Zu Wochenbeginn hat ServiceNow eine mehrjährige strategische Zusammenarbeit mit OpenAI angekündigt. Ziel ist es, fortgeschrittene KI-Modelle direkt in die ServiceNow-Plattform einzubinden und so zusätzliche Erlösquellen zu erschließen.

Trotz der inhaltlichen Bedeutung fiel die unmittelbare Reaktion an der Börse zunächst verhalten aus und sorgte eher für Schwankungen im Kursverlauf. Der jüngste Kursanstieg von 2,64 % deutet allerdings darauf hin, dass sich Teile des Marktes im Vorfeld der Zahlen neu positionieren – in der Erwartung, dass das Management konkretere Angaben zu den finanziellen Effekten der KI-Integration macht.

Geteilte Analystenstimmen

Die Einschätzungen der Analysten zeichnen derzeit ein gemischtes Bild und unterstreichen die Unsicherheit im Vorfeld des Quartalsberichts.

  • Positive Seite: Mehrere Häuser bleiben bei Kaufempfehlungen und verweisen auf Kursziele deutlich über dem aktuellen Niveau, teils im Bereich von 200 bis 220 US-Dollar. Begründung: Nach der Korrektur sei die Bewertung wieder attraktiver geworden.
  • Negative Seite: Dem gegenüber stehen jüngste Abstufungen. Besonders ins Gewicht fällt eine Umstufung auf „Sell“ durch Goldman Sachs Anfang Januar. Kritische Punkte sind hier die Diskussion um ein nachlassendes Wachstum im SaaS-Segment („Death of SaaS“-Narrativ) sowie mögliche Bremsfaktoren im IT-Budget der Kunden.

Diese gegensätzlichen Einschätzungen erhöhen die Spannung vor der Vorlage der Zahlen und machen die Reaktion des Marktes auf neue Daten und Prognosen besonders relevant.

Ausblick auf die nächsten Tage

Bis zum Bericht am Mittwoch ist mit erhöhter Volatilität zu rechnen. Kurzfristig stehen vor allem drei Faktoren im Mittelpunkt:

  • Die Frage, ob Umsatz und Gewinn die Konsensschätzungen übertreffen
  • Die konkrete Umsatz- und Margenprognose für 2026
  • Konkrete Aussagen zum Beitrag der OpenAI-Partnerschaft und weiterer KI-Initiativen

Erst das Zusammenspiel aus den neuen Geschäftszahlen und den Aussagen zum Ausblick wird zeigen, ob die jüngste Kurserholung einen tragfähigen Ansatz für eine Trendwende liefert oder ob der bestehende Abwärtstrend dominierend bleibt.

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