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ServiceNow Aktie: Wall Street kapituliert?

Mehrere Banken kürzen ihre Kursziele für ServiceNow deutlich, während die Aktie steigt. Der Fokus liegt auf den anstehenden Quartalszahlen und dem KI-Geschäft, das weiter wächst.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Mehrere Analystenhäuser senken ihre Kursziele
  • Aktienkurs steigt dennoch um über zwei Prozent
  • KI-Plattform Now Assist als zentrales Wachstumstreiber
  • Quartalszahlen am 22. April als nächster Katalysator

Kursziele runter, Aktie rauf — bei ServiceNow läuft gerade beides gleichzeitig. Mehrere Banken strichen ihre Zielpreise am Donnerstag deutlich zusammen, während die Aktie um rund 2,3 Prozent auf 96,36 Dollar zulegte. Das ist kein Widerspruch, sondern ein Zeichen dafür, wie viel an den Quartalszahlen vom 22. April hängt.

Kursziele purzeln, Konsens bleibt positiv

Robert W. Baird senkte das Kursziel von 175 auf 125 Dollar, behielt aber die Einstufung „Outperform“ bei. TD Cowen kappte auf 140 Dollar, BMO auf 120 Dollar. Truist und Mizuho folgten ebenfalls mit Kürzungen — beide halten jedoch an positiven Ratings fest und verweisen auf ServiceNows Rolle als KI-Plattform für Unternehmensworkflows.

Von 33 befragten Analysten stufen die meisten die Aktie weiterhin als Kauf ein. Das Bild ist also gespalten: Die Zielpreise sinken, der Glaube an das Geschäftsmodell bleibt.

Sektordruck drückt die Bewertungen

Die Kürzungen treffen ServiceNow nicht allein. Software-Aktien insgesamt werden niedriger bewertet als noch vor Monaten. Das durchschnittliche Kurs-Umsatz-Verhältnis für die nächsten zwölf Monate ist sektorweit von rund 6,5x auf etwa 3,5x gefallen. Dieser Bewertungsreset macht Erholungen fragil.

Die Aktie notiert im unteren Bereich ihrer 52-Wochen-Spanne zwischen 81 und 211 Dollar. Sie liegt rund 25 Prozent unter ihrem 100-Tage-Durchschnitt — technisch kein komfortables Terrain.

KI-Geschäft als Gegengewicht

Das Bullenargument bleibt die KI-Suite Now Assist. Sie hat bereits einen jährlichen Vertragswert von über 600 Millionen Dollar erreicht. Das Management peilt bis Ende 2026 die Milliarden-Marke an.

ServiceNow hat seine Jahresprognose nicht zurückgezogen. Das Unternehmen erwartet Abonnementerlöse zwischen 15,53 und 15,57 Milliarden Dollar — ein Wachstum von rund 20 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die operative Marge soll bei etwa 32 Prozent liegen.

Für das erste Quartal rechnen Analysten mit einem Gewinn von 0,97 Dollar je Aktie bei einem Umsatz von 3,75 Milliarden Dollar. Im Vorquartal hatte ServiceNow mit 0,92 Dollar je Aktie die Erwartungen übertroffen. Risiken bleiben: verzögerte Vertragsabschlüsse und schwache Ausgaben im öffentlichen Sektor könnten das cRPO-Wachstum bremsen — eine Kennzahl, die Investoren als Frühindikator für künftige Erlöse nutzen.

Der Optionsmarkt preist derzeit eine Kursbewegung von rund 11 Prozent in beide Richtungen nach den Zahlen ein. Am 4. Mai folgt dann der Analyst Day in Las Vegas — dort will das Management die KI-Strategie und Finanzziele detaillierter ausführen. Zwei Termine, die den Kurs in den nächsten Wochen maßgeblich prägen dürften.

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Diskussion zu ServiceNow

Andreas Sommer

Mit über 40 Jahren Erfahrung im Bankwesen und Börsenjournalismus gehöre ich zu den etablierten Analysten im deutschsprachigen Raum. Nach mehr als zehn Jahren als Wertpapierberater bei der Deutschen Bank spezialisierte ich mich seit dem Börsencrash 1987 auf technische Analyse und charttechnische Methoden.

Als ehemaliger Chefredakteur mehrerer Börsenpublikationen entwickelte ich den "Aktienführer Neuer Markt" mit und führe heute einen Börsendienst, der sich auf wachstumsstarke Unternehmen fokussiert. Mein wöchentliches Markt-Barometer analysiert systematisch DAX, Dow Jones, Ölpreis, Währungen und Marktstimmung, um präzise Orientierung zu bieten.

Die Ergebnisse sprechen für sich: Leser meines Börsendienstes erzielten über zwei Jahrzehnte einen durchschnittlichen Depotzuwachs von +576%. Meine rechtzeitigen Warnungen vor dem Crash 2008 halfen vielen Anlegern, Verluste zu minimieren.

Heute teile ich meine Expertise durch den Newsletter "Chartanalyse-Trends", den Börsendienst "Momentum Trader", Vorträge auf Messen wie der Invest Stuttgart sowie YouTube-Videos. Mein "Timing is Money"-Ansatz identifiziert optimale Ein- und Ausstiegszeitpunkte für Aktien, Gold, Kryptowährungen und weitere Anlageklassen.