Die ServiceNow-Aktie startet mit deutlichem Verkaufsdruck ins neue Börsenjahr. Der Titel zeigt eine klare Abwärtstendenz und schwächelt dabei sowohl gegenüber dem Gesamtmarkt als auch den Branchenkollegen. In der jüngsten Handelssitzung verlor die Aktie 3,75 Prozent und schloss bei 147,45 US-Dollar. Damit hat der Kurs in den letzten 30 Tagen bereits 8,69 Prozent an Wert eingebüßt. Diese anhaltende Schwäche deutet darauf hin, dass Anleger die Bewertung des Unternehmens nach einer Reihe aggressiver Kapitalmaßnahmen neu justieren.
Milliarden-Deal belastet die Bilanz
Ein zentraler Treiber der aktuellen Stimmung ist die milliardenschwere Übernahme des Cybersicherheitsunternehmens Armis für 7,75 Milliarden Dollar in bar. Der im Dezember angekündigte Deal soll das Marktpotenzial für Sicherheitslösungen verdreifachen, belastet jedoch kurzfristig die Bewertungskennzahlen. Die Strategie zielt darauf ab, die Echtzeit-Überwachung von IT- und OT-Umgebungen zu integrieren und das Portfolio um den Schutz medizinischer Geräte und kritischer Infrastrukturen zu erweitern. Der Abschluss der Transaktion ist für die zweite Hälfte des Jahres 2026 geplant, sodass die finanzielle Belastung durch diese massive Barausgabe noch mehrere Quartale ein Thema bleiben wird.
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Hohe Bewertung trifft auf Branchenschwäche
ServiceNow wird derzeit mit einem KGV von 37,97 (forward) gehandelt. Dies stellt einen erheblichen Aufschlag gegenüber dem Branchendurchschnitt von 16,8 dar und macht die Aktie anfällig für Sektorrotationen. Der Markt für Unternehmenssoftware zeigt insgesamt einen schwachen Jahresstart. Auch andere große Player wie Salesforce und Workday verzeichneten zuletzt deutliche Verluste. Derzeit favorisieren Anleger offenbar Sektoren mit niedrigeren Multiples oder höherer unmittelbarer Rendite.
Quartalszahlen unter genauer Beobachtung
Der Fokus der Investoren liegt nun auf dem anstehenden Quartalsbericht. Analysten erwarten einen Gewinn je Aktie (EPS) von 0,87 Dollar, was einem Anstieg von 19,18 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspräche. Die Umsatzerwartungen liegen bei 3,52 Milliarden Dollar. Der Markt wird von ServiceNow verlangen, nachzuweisen, dass die jüngsten Übernahmen – darunter auch der kürzlich abgeschlossene Kauf von Moveworks für etwa 2,85 Milliarden Dollar – unmittelbare operative Synergien freisetzen. Kann das Unternehmen keinen klaren Pfad zur Integration dieser Milliardenkäufe in den Umsatzstrom aufzeigen, könnte der aktuelle Abwärtstrend an Dynamik gewinnen. Die Diskrepanz zwischen dem Wachstum des Unternehmens und seiner Premium-Bewertung bleibt die primäre Sorge institutioneller Anleger zu Beginn des Jahres 2026.
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