ServiceNow liefert ein starkes Schlussquartal ab, doch die Börse reagiert mit Verkäufen. Trotz übertroffener Erwartungen und einer optimistischen Prognose für 2026 gerät die Aktie unter Druck. Verantwortlich dafür scheint weniger das Unternehmen selbst als vielmehr eine allgemeine Bewertungsskepsis im Software-Sektor zu sein.
Operative Stärke trifft auf Marktschwäche
Die Zahlen für das vierte Quartal 2025 lesen sich auf den ersten Blick hervorragend. Der Gesamtumsatz kletterte im Jahresvergleich um 20,7 Prozent auf 3,57 Milliarden US-Dollar. Besonders wichtig für die langfristige Planung: Die Abo-Erlöse stiegen um 21 Prozent auf 3,47 Milliarden US-Dollar. Auch beim bereinigten Gewinn pro Aktie (EPS) von 0,92 US-Dollar schlug das Unternehmen die Konsensschätzungen der Analysten.
Ein wesentlicher Indikator für künftiges Wachstum, die aktuellen verbleibenden Leistungsverpflichtungen (cRPO), legte sogar um 25 Prozent auf 12,85 Milliarden US-Dollar zu. Um das Vertrauen in die eigene Stärke zu untermauern, genehmigte der Vorstand zudem eine Aufstockung des Aktienrückkaufprogramms um weitere fünf Milliarden US-Dollar.
Hier die wichtigsten Kennzahlen im Überblick:
* Gesamtumsatz: 3,57 Mrd. USD (+20,7 %)
* Abo-Erlöse: 3,47 Mrd. USD (+21 %)
* cRPO: 12,85 Mrd. USD (+25 %)
* Aktienrückkauf: Zusätzliche 5 Mrd. USD genehmigt
Sektorweite Bewertungsängste
Trotz dieser fundamentalen Stärke gab die Aktie nach der Veröffentlichung nach. Marktbeobachter sehen den Grund in einem schwierigen Umfeld für SaaS-Titel (Software-as-a-Service). Die Bewertungen in der gesamten Branche stehen auf dem Prüfstand, und Investoren reagieren derzeit empfindlich auf hohe Multiplikatoren. ServiceNow ist hier kein Einzelfall; auch Wettbewerber im Bereich Unternehmenssoftware verzeichneten zuletzt ähnliche Kursmuster.
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Massive Wette auf Künstliche Intelligenz
Um sich gegen diesen Trend zu stemmen, setzt das Management voll auf Künstliche Intelligenz. Die generative KI-Suite „Now Assist“ verzeichnet ein rasantes Wachstum: Der Wert der neuen Jahresverträge hat sich im vierten Quartal mehr als verdoppelt. Das ambitionierte Ziel lautet, bis Ende 2026 mit dieser Sparte einen jährlichen Vertragswert von über einer Milliarde US-Dollar zu erreichen.
Strategisch entscheidend ist dabei die neue Partnerschaft mit Anthropic. Das KI-Modell „Claude“ wird zu einer bevorzugten Wahl auf der ServiceNow-Plattform. Dies soll Entwicklern ermöglichen, Anwendungen mittels natürlicher Sprache zu erstellen und die Adaption der Produkte zu beschleunigen. Zudem baut das Unternehmen seine Kontrollmechanismen aus, um KI-Agenten und Workflows zentral steuern zu können.
Ausblick
Für das laufende Geschäftsjahr 2026 bleibt das Management optimistisch und prognostiziert ein währungsbereinigtes Wachstum der Abo-Erlöse zwischen 19,5 und 20 Prozent. Allein für das erste Quartal werden Umsätze bis zu 3,655 Milliarden US-Dollar erwartet. Weitere Details zur KI-Produktstrategie dürften auf der „Knowledge 2026“-Konferenz im kommenden Mai folgen.
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