Normalerweise nutzen Top-Manager steigende Kurse oder festgelegte Zeitfenster für routinemäßige Aktienverkäufe. Bei ServiceNow läuft es derzeit genau andersherum: Die Führungsetage stoppte überraschend geplante Abverkäufe. CEO Bill McDermott belässt es jedoch nicht dabei, sondern legt mit einem Millionen-Investment noch nach.
Führungsteam stoppt Aktienverkäufe
Laut einer aktuellen Einreichung bei der US-Börsenaufsicht SEC haben mehrere Mitglieder der Geschäftsleitung ihre automatisierten Handelspläne (Rule 10b5-1) vorzeitig beendet. Diese Pläne dienen üblicherweise dazu, Insider-Verkäufe zu festen Zeitpunkten automatisch abzuwickeln. Mit der Kündigung werden alle zukünftigen Verkäufe unter diesen Vereinbarungen gestoppt.
Zu den Führungskräften, die diesen Schritt vollzogen haben, gehören neben dem Vorstandsvorsitzenden William R. McDermott auch Finanzchefin Gina Mastantuono sowie weitere Vorstandsmitglieder. Ein solch koordiniertes Vorgehen der gesamten Führungsriege ist an der Börse selten und wird als demonstrativer Vertrauensbeweis in die aktuelle Bewertung und die Zukunft des Unternehmens gewertet.
CEO investiert Millionen
McDermott untermauert seine Zuversicht zusätzlich mit privatem Kapital. Der CEO hat eine Vereinbarung unterzeichnet, ServiceNow-Stammaktien im Wert von 3 Millionen US-Dollar zu erwerben. Der Kauf soll zum Marktpreis am 27. Februar 2026 erfolgen.
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Der gewählte Zeitpunkt ist nicht zufällig: Der 27. Februar markiert das frühestmögliche Datum, an dem McDermott Aktien erwerben kann, ohne gegen Vorschriften bezüglich kurzfristiger Gewinne (Short-Swing Profit Rules) zu verstoßen. Die Transaktion wird nach Abschluss ordnungsgemäß über ein Form-4-Filing veröffentlicht.
Strategische Hintergründe
Diese Insider-Aktivitäten fallen in eine Phase, in der der breitere Softwaresektor unter Marktdruck steht. Dass das Management Verkäufe aussetzt und aktiv zukauft, deutet darauf hin, dass die Führungsebene die Aktie auf dem aktuellen Niveau als unterbewertet betrachtet.
Operativ treibt das Unternehmen seine Expansion weiter voran. Kürzlich wurde eine Partnerschaft mit der Unternehmensberatung Kearney angekündigt. Ziel ist es, die digitale Transformation bei Kunden durch den Einsatz von KI-Agenten auf der ServiceNow-Plattform zu beschleunigen und Arbeitsabläufe effizienter zu gestalten. Analysten teilen den Optimismus weitgehend: Zum Stichtag 17. Februar hielten 32 Experten an ihrer Kaufempfehlung („Buy“) für den Titel fest.
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