Startseite » Aktien » ServiceNow Aktie: Partnerschaft mit Experian und Boomi

ServiceNow Aktie: Partnerschaft mit Experian und Boomi

ServiceNow setzt auf KI-Partnerschaften und Schulden zur Finanzierung. Der Aktienkurs steigt, Analysten loben die Strategie.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Kursplus von sieben Prozent
  • Neue Allianzen mit Experian und Boomi
  • Milliardenschweres Anleiheprogramm aufgelegt
  • Umsatzprognose für 2029 bei 23,6 Milliarden

Die ServiceNow-Aktie beendet die Woche mit einem satten Plus von gut sieben Prozent. Der Kurs kletterte auf 102,13 US-Dollar. Hinter dem Kurssprung stecken neue strategische Allianzen im Bereich der Künstlichen Intelligenz. Das Management finanziert diese Expansion nun über neue Schulden.

Autonome Agenten und frisches Kapital

ServiceNow kooperiert ab sofort mit Experian und Boomi. Das Ziel: Das Unternehmen will autonome KI-Agenten in regulierte Geschäftsabläufe integrieren. Die Partnerschaft mit Experian nutzt dafür die sogenannte Ascend-Plattform. Die Allianz mit Boomi konzentriert sich auf die Datenaktivierung. ServiceNow positioniert sich damit als zentraler Kontrollturm für Konzerne.

Um diese KI-Entwicklung zu bezahlen, legt das Management ein milliardenschweres Anleiheprogramm auf. Das Unternehmen gibt dafür festverzinsliche Papiere heraus. Die Rechnung ist ehrgeizig. Bis 2029 peilt der Softwarekonzern einen Umsatz von 23,6 Milliarden US-Dollar an. Der Gewinn soll dann bei knapp vier Milliarden US-Dollar liegen.

Starkes Quartal lockt Großinvestoren

Die aktuellen Geschäftszahlen stützen den Optimismus. Im ersten Quartal stieg der Abo-Umsatz um 22 Prozent auf 3,67 Milliarden US-Dollar. Auch die vertraglich gesicherten, aber noch nicht abgerechneten Aufträge legten im gleichen Tempo zu. Für das Gesamtjahr erwartet der Vorstand nun Abo-Erlöse von rund 15,7 Milliarden US-Dollar.

Diese Wachstumsraten wecken das Interesse institutioneller Anleger. North Star Asset Management verzehnfachte seine Position im vierten Quartal nahezu. Das Paket ist nun rund 6,7 Millionen US-Dollar wert. Auch Schwergewichte wie Vanguard, Jennison und Pictet kauften massiv Aktien zu. Kein Wunder.

Gamification beschleunigt Schulungen

Parallel dazu baut ServiceNow sein eigenes Bildungsnetzwerk aus. Die unternehmenseigene Universität verzeichnet mittlerweile zwei Millionen Lernende. Das Management peilt mittelfristig drei Millionen Nutzer an. Neue Funktionen wie der personalisierte KI-Lernführer „Otto“ und ein Simulationstool sollen das Training verbessern.

Managerin Jayney Howson setzt dabei auf konkrete Zertifizierungen statt reiner Anmeldungen. Ein spielerischer Ansatz mit Punktesystemen bringt dabei einen enormen Zeitgewinn. Die Standard-Schulungszeit sinkt laut Unternehmen von fünf Wochen auf nur noch fünf Stunden.

Analysten-Lob und Verwässerungsrisiko

Die Wall Street reagiert positiv auf die Gesamtstrategie. Die Bank of America startete die Bewertung der Aktie mit einer Kaufempfehlung. Analyst Tal Liani sieht das Kursziel bei 130 US-Dollar.

Allerdings gibt es auch Gegenwind. Geopolitische Verzögerungen im Nahen Osten bremsten das Wachstum im ersten Quartal leicht. Ein weiteres Risiko betrifft die Aktienanzahl. Das aktuelle Vergütungsprogramm des Unternehmens könnte bis zu 38 Millionen neue Aktien in den Markt spülen. Investoren müssen nun abwägen, ob das starke operative Wachstum diese drohende Verwässerung ausgleicht.

Anzeige

ServiceNow-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue ServiceNow-Analyse vom 25. Mai liefert die Antwort:

Die neusten ServiceNow-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für ServiceNow-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 25. Mai erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

ServiceNow: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

Diskussion zu ServiceNow

ServiceNow Chart