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ServiceNow Aktie: Norges Bank investiert 2,02 Milliarden Dollar

US-Fonds und Norges Bank erhöhen ihre ServiceNow-Anteile deutlich, während Insider verkaufen. Die Aktie profitiert von starken Q2-Zahlen und Analysten bleiben optimistisch.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Fonds und Staatsfonds stocken kräftig auf
  • Insider verkaufen trotz Kursrally
  • Starke Q2-Zahlen treiben Aktie
  • Analysten sehen weiteres Potenzial

Mehrere US-Investmentgesellschaften haben ihre Anteile an ServiceNow im zweiten Quartal drastisch aufgestockt, während die Aktie ihre Rally fortsetzt. Das Papier legte am heutigen Montag um 0,93 Prozent auf 109,00 Euro zu und hat sich in den vergangenen 30 Tagen um 15,54 Prozent verteuert.

Institutionelle Anleger greifen zu

Fluent Financial LLC erhöhte seine Position um 164,8 Prozent und hält nun 24.717 Aktien im Wert von rund 2,45 Millionen Dollar. Noch deutlicher griff Sapient Capital LLC zu: Die Gesellschaft stockte ihren Bestand um 266 Prozent auf 77.661 Aktien auf, ein Volumen von etwa 7,71 Millionen Dollar.

Den größten Einzelzukauf verzeichnete die norwegische Zentralbank: Über ihren Staatsfonds Norges Bank stieg sie mit einer neuen Position im Wert von rund 2,02 Milliarden Dollar bei ServiceNow ein. Auch Covenant Asset Management, World Investment und Moors & Cabot bauten ihre Bestände zum Teil um mehr als das Dreifache aus, ebenso Sumitomo Mitsui.

Insider verkaufen trotz Rally

Während institutionelle Adressen zukauften, trennten sich Insider innerhalb der vergangenen 90 Tage von Aktien im Wert von rund 1,7 Millionen Dollar. Ein Director namens Sands veräußerte Mitte Mai über 16.000 Aktien zu einem Preis von rund 90 Dollar je Stück – deutlich unter dem Niveau, auf dem das Papier zuletzt im US-Handel notierte.

Solche Gegenläufigkeit zwischen Fondskäufen und Insiderverkäufen ist an der Wall Street kein seltenes Muster, sie zeigt aber, dass langfristig orientierte Investoren und Unternehmensinsider die Bewertung derzeit unterschiedlich einschätzen.

Ergebnisse treiben die Bewegung

Grundlage der Kursbewegung bleiben die Zahlen zum zweiten Quartal, die ServiceNow vor gut drei Wochen vorlegte: Der Umsatz kletterte um 24 Prozent auf 3,99 Milliarden Dollar, der Gewinn je Aktie übertraf die Konsensschätzung. Seither hat sich die Aktie um 30,3 Prozent verteuert.

Der Softwarekonzern kommt an der Wall Street inzwischen auf eine Marktkapitalisierung von rund 129 Milliarden Dollar – bei einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von etwa 78 bleibt die Bewertung im Vergleich zum breiten Softwaresektor ambitioniert.

Analysten bleiben zuversichtlich

Der Analystenkonsens stuft ServiceNow weiterhin als „Moderate Buy“ ein. Die deutliche Mehrheit der Häuser rät zum Kauf, nur eine kleine Minderheit zum Verkauf. Das durchschnittliche Kursziel liegt bei 143,39 Dollar.

Für Anleger ergibt sich damit ein zweigeteiltes Bild: Fondsgesellschaften und ein Staatsfonds bauen ihre Positionen systematisch aus, während einzelne Insider Kasse machen. Die fundamentale Wachstumsstory – zweistelliges Umsatzplus und übertroffene Gewinnschätzungen – stützt weiterhin die positive Einschätzung der Analysten, auch wenn die hohe Bewertung Rückschlagpotenzial birgt, sollte sich das Wachstumstempo verlangsamen.

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Diskussion zu ServiceNow

Felix Baarz

Felix Baarz ist Wirtschaftsjournalist mit mehr als 15 Jahren Erfahrung in der Berichterstattung über internationale Finanzmärkte. Als gebürtiger Kölner begann er seine Laufbahn bei einer deutschen Fachpublikation, bevor er für sechs Jahre nach New York zog.

In New York berichtete er direkt aus dem Zentrum der globalen Finanzwelt über Entwicklungen an der Wall Street und wirtschaftspolitische Entscheidungen von internationaler Tragweite. Diese Zeit prägte seine analytische Herangehensweise an komplexe Wirtschaftsthemen.

Heute arbeitet Baarz als freier Journalist für führende deutschsprachige Wirtschafts- und Finanzmedien. Seine Schwerpunkte liegen auf der fundierten Analyse globaler Finanzmärkte und der verständlichen Aufbereitung wirtschaftspolitischer Zusammenhänge. Neben seiner schriftlichen Arbeit moderiert er Fachdiskussionen und nimmt an Expertenrunden teil.

Sein journalistischer Ansatz kombiniert tiefgreifende Recherche mit präziser Analyse, um Lesern Orientierung in einer sich wandelnden Wirtschaftswelt zu bieten.