Die ServiceNow-Aktie hat ein brutales Jahr hinter sich. Nach dem Abverkauf zu Jahresbeginn – oft als „SaaSpocalypse“ bezeichnet – notiert das Papier rund 46 Prozent unter den Höchstständen der letzten 12 Monate. Doch während Privatanleger noch zögern, nutzen institutionelle Investoren die niedrigen Kurse für einen aggressiven Einstieg. Ist der Boden endlich erreicht?
Profis greifen zu
Die jüngsten Pflichtmitteilungen zeichnen ein klares Bild: Das „Große Geld“ kehrt zurück. Ein besonders deutliches Signal sendete die Renaissance Group. Der Hedgefonds stockte seine Position bei ServiceNow laut Berichten vom 13. Februar um mehr als 400 Prozent auf.
Flankiert wird dieser Schritt von Goldman Sachs. Die Investmentbank nahm den Software-Konzern im Februar in ihre begehrte „US Conviction List“ auf und signalisiert damit höchstes Vertrauen in eine baldige Erholung. Diese Zukäufe deuten darauf hin, dass Großinvestoren die aktuelle Bewertung nach dem Kurssturz als übertrieben niedrig einstufen.
Analysten bleiben extrem bullisch
Die Diskrepanz zwischen Aktienkurs und Expertenmeinung könnte kaum größer sein. Laut aktuellen Daten vom 16. Februar raten von 44 Analysten, die den Titel beobachten, ganze 35 zum „Strong Buy“. Nur ein einziger Analyst empfiehlt den Verkauf.
Das mittlere Kursziel liegt bei 194,46 US-Dollar, was angesichts der aktuellen Notierung ein erhebliches Aufwärtspotenzial suggeriert. Selbst RBC Capital bestätigte am 9. Februar das „Buy“-Rating mit einem Ziel von 150 US-Dollar. Die fundamentale Einschätzung der Wall Street hat sich trotz – oder gerade wegen – der gefallenen Kurse sogar noch verbessert.
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Die Angst vor der KI weicht
Auslöser für den Druck auf den Sektor waren Befürchtungen, dass neue KI-Agenten traditionelle Software-Abo-Modelle (SaaS) disruptieren könnten. Diese Sorgen relativieren sich nun. Barclays weist darauf hin, dass die Migration von Unternehmenssoftware Jahre dauert, was etablierten Anbietern wie ServiceNow einen breiten Burggraben verleiht, besonders in regulierten Bereichen wie Compliance.
Auch Börsen-Veteran Jim Cramer stärkte den Bullen am 14. Februar den Rücken und bezeichnete ServiceNow als „großartiges Unternehmen“. Er wies Bedenken zurück, dass KI-Herausforderer wie Anthropic das Geschäftsmodell kurzfristig gefährden könnten. Operativ untermauert das Unternehmen diesen Anspruch durch eine neue Partnerschaft mit der Beratung Kearney und der Ernennung von Danielle Fontaine zur neuen Chefbuchhalterin.
Mit einer Marktkapitalisierung von 112 Milliarden US-Dollar und über 8.800 Unternehmenskunden weltweit bleibt ServiceNow ein Schwergewicht. Die massiven Zukäufe der Institutionellen zeigen, dass die Bewertung nun ein Niveau erreicht hat, bei dem die langfristigen Chancen die kurzfristigen Risiken überwiegen.
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