Der Konflikt im Nahen Osten pausiert. Nachdem sich die USA und Iran auf eine Waffenruhe geeinigt haben, ist die Straße von Hormus wieder offen. Das treibt die Aktienmärkte weltweit an. Besonders Technologie-Werte wie ServiceNow profitieren massiv von der Entspannung.
Am Montag sprang das Papier um 4,6 Prozent nach oben. Kein Wunder. Der Grund liegt am Anleihemarkt. Die Rendite der zehnjährigen US-Staatsanleihen fiel auf 4,41 Prozent. Das ist der tiefste Stand seit Mitte Mai.
Softwareunternehmen reagieren extrem sensibel auf Zinsen. Ihre Bewertungen hängen stark von zukünftigen Gewinnen ab. Sinken die Zinsen, steigt der heutige Wert dieser Cashflows. Firmenkunden planen nach der geopolitischen Entspannung zudem wieder sicherer.
Neue Allianz mit IBM
Parallel dazu treibt das Management die strategische Entwicklung voran. Vergangene Woche verkündete der Konzern eine erweiterte Zusammenarbeit mit IBM. Beide Partner wollen gemeinsam veraltete IT-Systeme modernisieren.
Sie verbinden die Datenplattform von ServiceNow mit den KI-Fähigkeiten von IBM. Die gemeinsamen Lösungen sollen im zweiten Halbjahr 2026 starten. Große Konzerne können so ihre Daten besser für Künstliche Intelligenz nutzen.
Starkes Quartal stützt Kurs
Operativ läuft es rund. Der Umsatz mit Abonnements stieg im ersten Quartal um 22 Prozent. Er erreichte 3,67 Milliarden US-Dollar. Daraufhin hob der Vorstand die Jahresprognose an.
Um eine Verwässerung zu verhindern, kaufte ServiceNow massiv eigene Papiere zurück. Gut 20 Millionen Aktien holte das Unternehmen vom Markt. Für weitere Käufe stehen noch 4,2 Milliarden Dollar bereit.
Blick auf die Technik
Trotz des Kurssprungs notiert die Aktie an deutschen Börsen aktuell bei 90,02 Euro. Auf Wochensicht steht damit noch ein Minus von knapp drei Prozent. Die Schwankungen bleiben hoch. Die annualisierte Volatilität liegt bei 79 Prozent.
Der RSI-Wert von 48 signalisiert eine neutrale technische Lage. Am Freitag treffen sich die USA und Iran in der Schweiz. Unterschreiben die Parteien das Abkommen offiziell, dürfte das die Zinsen weiter drücken. Das würde den Kursverlauf von ServiceNow direkt stützen.
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