ServiceNow verlagert massiv Forschung und Entwicklung nach Indien. Fast die Hälfte der globalen R&D-Aktivitäten des Enterprise-Software-Konzerns laufen mittlerweile im südasiatischen Land – ein strategischer Schachzug, den Präsident und Chief Product Officer Amit Zavery beim India AI Impact Summit 2026 unterstrich.
Hyderabad und Bengaluru als Innovations-Zentren
Rund 6.000 Mitarbeiter beschäftigt ServiceNow in Indien, verteilt auf die beiden Tech-Hochburgen Hyderabad und Bengaluru. Damit ist das Land nach den USA der größte Standort des Unternehmens. Das India Technology & Business Center wuchs in den vergangenen drei Jahren mit einer jährlichen Rate von 25 Prozent. Von hier aus werden Kernentwicklungen für die KI-Plattform, Sicherheitslösungen, CRM und weitere Zukunftstechnologien vorangetrieben.
Antwort auf KI-Skeptiker
Zavery nutzte die Gelegenheit, um Marktsorgen zu adressieren. Einige Investoren fürchten, dass große Sprachmodelle etablierte Software-Geschäftsmodelle bedrohen könnten. Der Manager konterte: Märkte überreagieren oft auf kurzfristige Signale, die das langfristige Potenzial nicht widerspiegeln. Künstliche Intelligenz sei ein transformativer Wandel – vergleichbar mit dem Internet oder der Cloud. Es werde Gewinner und Verlierer geben.
Entscheidend sei die Einordnung: ServiceNow versteht sich als Plattform-Unternehmen, nicht als klassischer SaaS-Anbieter. Für den Unternehmenseinsatz benötigen große Sprachmodelle Kontext, Sicherheit, Compliance und Workflow-Integration. Genau diese Ebenen liefere ServiceNow aus einer Hand.
Mit einer Marktkapitalisierung von über 111 Milliarden Dollar setzt der Konzern darauf, dass die Indien-Strategie die Position im KI-getriebenen Enterprise-Markt weiter festigt.
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