ServiceNow baut sein Geschäftsmodell radikal um. Der Softwarekonzern verabschiedet sich zunehmend von klassischen Einzellizenzen. Stattdessen rückt künstliche Intelligenz in das Zentrum der Strategie. Das stabilisiert nun auch den Kurs nach einer schwachen Handelswoche.
Allianz für Unternehmens-KI
Ein zentraler Baustein ist die erweiterte Partnerschaft mit IBM. Beide Konzerne wollen veraltete IT-Strukturen in großen Unternehmen modernisieren. Dafür integriert ServiceNow die IBM-Werkzeuge direkt in die eigene Plattform. Dazu gehören der Programmier-Agent „IBM Bob“ und die Datenlösung watsonx.data.
Das Ziel: Kunden sollen ihre bestehenden Systeme schrittweise aufrüsten. Ein teurer Komplettaustausch entfällt. ServiceNow liefert dabei die Kontrollschicht. So können autonome KI-Agenten sicher in den Arbeitsabläufen operieren.
Abkehr vom alten Lizenzmodell
Parallel dazu ändert das Management die Preispolitik. Das klassische Modell pro Nutzerplatz verliert an Bedeutung. Stattdessen generiert ServiceNow neues Geschäft über Token-Abrechnungen und Infrastruktur-Konnektoren. Das schützt vor sinkenden Nutzerzahlen durch den Einsatz autonomer KI.
Die Strategie zeigt Wirkung. Der Vorstand hebt das KI-Umsatzziel für das Jahr 2026 auf 1,5 Milliarden US-Dollar an. Die Nachfrage nach den neuen Lösungen wächst rasant. Insgesamt peilt der Konzern bis dahin einen Gesamtumsatz von über 15 Milliarden Dollar an.
Am Markt kommen die Nachrichten gut an. Die Aktie stieg am Montag um 2,53 Prozent auf 90,80 Euro. Damit stoppt das Papier den jüngsten Abwärtstrend von gut acht Prozent auf Wochensicht.
Technisch konsolidiert der Wert auf dem aktuellen Niveau. Der RSI-Indikator signalisiert mit einem Wert von 49 eine neutrale Zone. Die annualisierte Schwankungsbreite von fast 80 Prozent deutet auf anhaltend hohe Dynamik in den kommenden Handelstagen hin.
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