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ServiceNow Aktie: IBM Bob und watsonx.data integriert

ServiceNow setzt auf KI und Partnerschaft mit IBM. Neues Abrechnungsmodell soll Umsatzwachstum auf über 15 Milliarden Dollar treiben.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Ausbau der Kooperation mit IBM
  • Fokus auf KI-gestützte Modernisierung
  • Wechsel zu Token-basierter Abrechnung
  • KI-Umsatzziel auf 1,5 Milliarden erhöht

ServiceNow baut sein Geschäftsmodell radikal um. Der Softwarekonzern verabschiedet sich zunehmend von klassischen Einzellizenzen. Stattdessen rückt künstliche Intelligenz in das Zentrum der Strategie. Das stabilisiert nun auch den Kurs nach einer schwachen Handelswoche.

Allianz für Unternehmens-KI

Ein zentraler Baustein ist die erweiterte Partnerschaft mit IBM. Beide Konzerne wollen veraltete IT-Strukturen in großen Unternehmen modernisieren. Dafür integriert ServiceNow die IBM-Werkzeuge direkt in die eigene Plattform. Dazu gehören der Programmier-Agent „IBM Bob“ und die Datenlösung watsonx.data.

Das Ziel: Kunden sollen ihre bestehenden Systeme schrittweise aufrüsten. Ein teurer Komplettaustausch entfällt. ServiceNow liefert dabei die Kontrollschicht. So können autonome KI-Agenten sicher in den Arbeitsabläufen operieren.

Abkehr vom alten Lizenzmodell

Parallel dazu ändert das Management die Preispolitik. Das klassische Modell pro Nutzerplatz verliert an Bedeutung. Stattdessen generiert ServiceNow neues Geschäft über Token-Abrechnungen und Infrastruktur-Konnektoren. Das schützt vor sinkenden Nutzerzahlen durch den Einsatz autonomer KI.

Die Strategie zeigt Wirkung. Der Vorstand hebt das KI-Umsatzziel für das Jahr 2026 auf 1,5 Milliarden US-Dollar an. Die Nachfrage nach den neuen Lösungen wächst rasant. Insgesamt peilt der Konzern bis dahin einen Gesamtumsatz von über 15 Milliarden Dollar an.

Am Markt kommen die Nachrichten gut an. Die Aktie stieg am Montag um 2,53 Prozent auf 90,80 Euro. Damit stoppt das Papier den jüngsten Abwärtstrend von gut acht Prozent auf Wochensicht.

Technisch konsolidiert der Wert auf dem aktuellen Niveau. Der RSI-Indikator signalisiert mit einem Wert von 49 eine neutrale Zone. Die annualisierte Schwankungsbreite von fast 80 Prozent deutet auf anhaltend hohe Dynamik in den kommenden Handelstagen hin.

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Diskussion zu ServiceNow

Felix Baarz

Felix Baarz ist Wirtschaftsjournalist mit mehr als 15 Jahren Erfahrung in der Berichterstattung über internationale Finanzmärkte. Als gebürtiger Kölner begann er seine Laufbahn bei einer deutschen Fachpublikation, bevor er für sechs Jahre nach New York zog.

In New York berichtete er direkt aus dem Zentrum der globalen Finanzwelt über Entwicklungen an der Wall Street und wirtschaftspolitische Entscheidungen von internationaler Tragweite. Diese Zeit prägte seine analytische Herangehensweise an komplexe Wirtschaftsthemen.

Heute arbeitet Baarz als freier Journalist für führende deutschsprachige Wirtschafts- und Finanzmedien. Seine Schwerpunkte liegen auf der fundierten Analyse globaler Finanzmärkte und der verständlichen Aufbereitung wirtschaftspolitischer Zusammenhänge. Neben seiner schriftlichen Arbeit moderiert er Fachdiskussionen und nimmt an Expertenrunden teil.

Sein journalistischer Ansatz kombiniert tiefgreifende Recherche mit präziser Analyse, um Lesern Orientierung in einer sich wandelnden Wirtschaftswelt zu bieten.